„Ein Leben gegen den Strich“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

„Soltauer Lesetheater“ präsentiert Tucholsky beim Kulturring Bad Fallingbostel

„Ein Leben gegen den Strich“

Eine Gruppe aus der Böhmestadt ist zu Gast beim Kulturring Bad Fallingbostel: Am Hamberg 22 widmet sich das „Soltauer Lesetheater“ am 11. Oktober um 15 Uhr dem Werk Kurt Tucholskys. Unter dem Titel „Ein Leben gegen den Strich“ haben die Theaterpädagogen Wilhelm Ruhkopf und Eberhard Gros Texte und Gedichte von Kurt Tucholsky zusammengestellt und ein Programm vorbereitet, das den Schriftsteller und Publizisten näher beleuchtet. Das Trio komplettiert Musikpädagogin Magdalena Großelümern, die die Texte mit ausgewählten Melodien der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts begleitet.

Mit dem Programm war das „Soltauer Lesetheater“ bereits in mehreren Orten erfolgreich – nun wollen die Mitglieder des Ensembles das Publikum in Bad Fallingbostel begeistern: Gemeinsam geben die Drei einen Einblick in Tucholskys Leben, sein Verhältnis zu Frauen sowie in sein Schaffen als kritischer und politischer Autor.

„Ein Leben gegen den Strich“ zeigt den privaten Menschen Kurt Tucholsky, der ein „Frauenversteher“, aber kein Freund fester Bindungen war. Aber es wird auch der Kritiker vorgestellt, der als Teilnehmer am Ersten Weltkrieg zum Pazifisten wurde und vor dem nahenden Nationalsozialismus warnte. Er war der Meinung, mit seiner Schreibmaschine die Katastrophe des Nationalsozialismus aufhalten zu können. Letztlich ließ er sich nach etlichen Jahren im Ausland in Schweden nieder, wo er 1935 als Konsequenz über den vergeblichen Kampf vermutlich Selbstmord beging.