Haltestelle der Heidebahn am geplanten Gesamtklinikum: Politiker fragen nach

Zinke und Klingbeil wenden sich an die Deutsche Bahn

Haltestelle der Heidebahn am geplanten Gesamtklinikum: Politiker fragen nach

SPD-Landtagsabgeordneter Sebastian Zinke und SPD-Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil haben sich jüngst die Deutsche Bahn gewandt, um für einen Haltepunkt der Heidebahn am neuen Heidekreis-Klinikum in Bad Fallingbostel zu werben. Die beiden SPD-Abgeordneten haben die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für die Länder Bremen/Niedersachsen, Manuela Herbort, auf die Resolution des Stadtrates Bad Fallingbostel aufmerksam gemacht, in der die Einrichtung des Haltepunktes gefordert wird. Zinke habe das Projekt bereits mit der Geschäftsführung der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) besprochen und bei dieser Gelegenheit die Resolution der Stadt Bad Fallingbostel persönlich übergeben.

„Mir wurde erläutert, dass es nicht ohne weiteres einen zusätzlichen Halt geben kann, da die Strecke nur knapp geplant ist. Pro Halt ist mit zwei Minuten zu rechnen. Problematisch ist, dass die Infrastruktur um Hamburg und in Hannover völlig ausgeschöpft ist und wenig Spielraum besteht, um Züge später fahren zu lassen. Problematisch ist insbesondere die Vertaktung mit der S-Bahn ab Bennemühen“, schildert der Landtagsabgeordnete die Situation. Es sei also ein teilweiser Ausbau der Infrastruktur der Heidebahn (zweigleisig) und an den Knotenpunkten Hannover und Hamburg durch die DB-Netz erforderlich, erklärt Zinke. Der Kreistag, so der Sozialdemokrat, habe die Beauftragung eines Gutachtens zur Wirtschaftlichkeit des Ausbaus beschlossen. Der Haltepunkt am HKK solle dabei mit untersucht werden. Ein solches Gutachten habe der Heidekreis aber nach Aussage der LNVG bisher nicht beauftragt. Deshalb unterstreicht Zinke, dass der Landkreis „jetzt am Zug“ sei.

„Die Resolution der Stadt Bad Fallingbostel ist sehr vorausschauend. Die Stadt stellt damit die Weichen für die Zukunft“, so Zinke, der die Resolution wie auch Klingbeil unterstützt: „Wir finden: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher brauchen eine Möglichkeit, um das neue Heidekreis-Klinikum über den ÖPNV zu erreichen.“

Der Standort in Bad Fallingbostel habe den Vorteil, unmittelbar an der Heidebahn gelegen zu sein. „Damit bietet sich die Chance, die Klinik schnell und umweltfreundlich per Bahn erreichen zu können“, schreiben der Landtags- und der Bundestagsabgeordnete in einer gemeinsamen Mitteilung zum Thema. Zudem sei diese potenzielle Bahnanbindung bereits im Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs skizziert worden. Das haben die beiden Politiker nun auch gegenüber der Bahn deutlich gemacht und „konstruktive Lösungen“ gefordert.

Sobald die beiden Abgeordneten eine Antwort haben, ob es seitens der Deutschen Bahn Planungen gibt, den Standort des Heidekreis-Klinikum anzubinden, wollen sie wieder darüber informieren.

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