Mit Friedensparolen wurde Verteidigungsminister Boris Pistorius begrüßt, als er kürzlich bei seinem Besuch in Bad Fallingbostel auf einen dortigen Hotel-Parkplatz vorfuhr. Einige Engagierte der Initiative „FriedensRatschlag Lüneburger Heide“ hatten sich beim Veranstalter SPD für den Pistorius-Vortrag förmlich angemeldet, andere blieben mit Plakaten und Transparenten draußen. „Allerdings engte der Auflagenbescheid der Kreisbehörde die Friedensbewegten auf dem gegenüberliegenden Fußweg so ein, dass sie von den Besuchenden der Pistorius-Veranstaltung nicht gesehen werden konnten und auch keine Flugblätter verteilen konnten“, blickt Heinz-Dieter „Charly“ Braun (Verdi), Vorsitzender des DGB-Kreisvorstands Heidekreis, auf die Veranstaltung zurück. Währenddessen seien Pistorius und seine Anhänger vor Ort sogar vom BKA (Bundeskriminalamt) geschützt worden. „Die Friedensdemonstranten verstanden das als starke Behinderung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit durch einengende Beschränkungen der Versammlungsbehörde“, so Braun in seiner Mitteilung.
Die Flugblätter der „Gewerkschaftlichen Initiative für Frieden und Militär- und Rüstungskonversion“ wurden anschließend in mehreren Orten zwischen Soltau und Schwarmstedt verteilt. Die Gewerkschafter berichten in ihrer Information über Friedensaktivitäten in Großbetrieben der Metallindustrie: „IG-Metaller, Betriebsräte und Vertrauensleute von Ford, VW, ZF haben unter dem Titel ‚Nein zur Kriegswirtschaft – wir geben unsere Kinder nicht für Kriege‘ Erklärungen gegen Sozialabbau beschlossen.“ Darin heiße es laut der Mittelung: „Militärische Produktion ist keine nachhaltige Strategie. Sie entzieht Ressourcen, die für Mobilitätswende, E-Mobilität und zivile Innovation benötigt werden.“