Betrüger mit neuer Masche

Polizei warnt vor falschen Polizeibeamten, die im Heidekreis unterwegs sind

Betrüger mit neuer Masche

Die Polizei im Heidekreis warnt vor einer neuen Art des Betrugs: Falsche Polizeibeamte sind mit einer abgewandelten Masche unterwegs.

So wurde, wie Polizeisprecher Olaf Rothardt berichtet, am Donnerstagmittag, 30. Januar, ein 81jähriger Mann aus Bad Fallingbostel Opfer eines falschen Polizeibeamten. Der Täter war bei dieser Tat nicht allein. Seine Komplizin wurde bereits einen Tag vorher tätig: Die Frau klingelte und fragte, ob der Geschädigte eine Wohnung zu vermieten hätte. „Nachdem er dies verneinte, bat die Person um Einlass zum Zwecke eines Toilettengangs“, so Rothardt. „Diesem Wunsch kam das Opfer nach. Die Täterin verließ nach dem Toilettengang das Haus, ohne Wertsachen oder ähnliches entwendet zu haben.“

Am nächsten Tag erschien dann ein Mann mit „uniformähnlicher Bekleidung“, zeigte zügig einen Dienstausweis und stellte sich als Polizeibeamter der örtlichen Dienststelle vor. Dem Senior erzählte er, dass soeben eine Frau, die unter den geschilderten Umständen in Häuser gelange, festgenommen worden sei. Bei ihr sei eine hohe Bargeldsumme gefunden worden. „Der Täter fragte bei dem Opfer nach, ob es eine Frau ins Haus gelassen habe, was vom Opfer entsprechend bejaht wurde“, erklärt Rothardt zum Hergang. „Anschließend wollte sich der falsche Beamte vergewissern, ob noch alle Bargeldbestände und Wertgegenstände im Haus vorhanden waren. Der Geschädigte zeigte daraufhin Goldmünzen und eine Geldbörse mit zirka 2000 Euro Bargeld vor. Das Bargeld wurde dem falschen Polizeibeamten zum Nachzählen übergeben.“

In dieser Zeit habe ein anderer Mann angerufen, der ebenfalls vorgab, Polizist zu sein; er fragte nach, ob aktuell seine „Kollegen“ vor Ort seien, was der Senior bejahte. „Unmittelbar nach dem Gespräch teilte der falsche Polizeibeamte vor Ort mit, dass er dringend zur Dienststelle zurückmüsse.“ Kurz nachdem der angebliche Polizist das Haus verlassen hatte, bemerkte der Geschädigte, dass die der Geldbörse samt Bargeld und einige Goldmünzen im Gesamtwert von 2500 Euro fehlten.

Einen gleichgelagerten Fall gab es am Mittwoch, den 29. Januar, auch in Soltau. „Dort blieb es allerdings bei Vorbereitungshandlungen der Täter. Es wurde kein Geld erlangt“, so Rothardt.

Der Polizeisprecher weist nochmals darauf hin, dass die Beamten nicht in Haushalte gehen, um Wertsachen zu überprüfen oder abzuholen und rät, keine fremden Menschen in die Wohnung zu lassen. Und: „Bei dubiosen Anrufen legen sie einfach auf.“

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