„Virtueller Ostermarsch“

Video wirbt für Frieden am Truppenübungsplatz

„Virtueller Ostermarsch“

„Die Friedensbewegung ist größer als in den Vorjahren, aber wegen des Corona-Abstandgebots, können die Kriegsgegner das nicht auf der Straße beweisen“, so Heinz-Dieter „Charly“ Braun. Daher starteten der DGB-Kreisverbandsvorsitzende und mehrere Mitstreiter dieses Jahr einen „virtuellen Ostermarsch“ für Frieden am Truppenübungsplatz - und zwar per Videobotschaft im Internet.

„Das inzwischen abgebrochene Grossmanöver ‚Defender 2020‘ und die geplante nahezu Verdoppelung des Militäretats hat seit Dezember zu vielfältigen Protesten geführt“, so Braun. Da ein „Live“-Protest wegen der Corona-Krise nicht möglich war, wichen die Aktiven auf einen „Online“-Protest aus: Bereits zehn Tage vor Ostern hatten Friedensbewegte und Gewerkschafter am Bahnhof Bad Fallingbostel und nahe am Truppenübungsplatz ein Video als Ersatz für einen Friedens-Ostermarsch produziert. Dieser im Internet unter https://youtu.be/gxLTTnrLx_I zu finden.

„Mit Abstand und mit Plakaten und in Statements wurde dargestellt, wie das Gesundheitswesen seit 20 Jahren ‚abgerüstet‘ und das Militär im großen Stil ‚aufgerüstet‘ wurde und wird. Während Fritz Patzelt die Pläne zur Halbierung der Kliniken kritisierte, stellte Susanne Politt dem die Forderung der Verteidigungsministerin gegenüber, die trotz Corona-Krise auf der nahezu Verdoppelung der Militärausgaben besteht“, erklärt der DGB-Kreisverbandsvorsitzende.

Er beschrieb zudem die Gründung des Truppenübungsplatz Bergen, „von dem aus 1941 der Überfall auf die Sowjetunion vorbereitet wurde und in dessen KZ und Kriegsgefangenenlagern 100.000 Menschen ihr Leben verloren“, so Braun. Und weiter: „Heute sind die gewerkschaftlichen Forderungen nach Konversion hin zu einer sozialen, ökologischen nicht-militärischen Wirtschaftsstruktur aktuell.“

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