74 Flüchtlinge aus der Ukraine mit vereinten Kräften untergebracht

Enorme Hilfsbereitschaft in der Gemeinde Bispingen / Bürgermeister Bülthuis: „Wir sind in der aktuellen Situation sehr gut aufgestellt“

74 Flüchtlinge aus der Ukraine mit vereinten Kräften untergebracht

Obwohl die Willkommensinitiative „Pro-F“, ein Projekt flüchtlingsbegleitende Arbeit, im Jahr 2020 offiziell beendet wurde, ist sie vielen Menschen in Bispingen bis heute in positiver Erinnerung. „Ich bin dankbar, dass es uns damals gelungen ist, gemeinsam für die Menschen da zu sein, die als Geflüchtete nach Bispingen kamen; in der akuten Notsituation aber auch langfristig in den Monaten und Jahren danach“, fasst Pastor Frank Blase seine Erfahrungen zusammen. Er hatte „Pro-F“ im Jahr 2015 initiiert - und zwar als enge Kooperation zwischen der Gemeinde Bispingen und der Evangelisch-lutherischen St.-Antonius-Kirchengemeinde Bispingen. Ziel war es, Geflüchtete zu unterstützen und die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen zu begleiten. Das ist mit dem Krieg in der Ukraine nun wieder ein hochaktuelles Thema. Auch in der aktuellen Situation besteht ein reger Austausch zwischen der Gemeindeverwaltung und der Kirchengemeinde. Im Zuge des erwartet anhaltenden Flüchtlingsstroms aus der Ukraine fanden allein in Bispingen bisher 74 Menschen Zuflucht.

Damals wie heute ist die Hilfsbereitschaft in Bispingen enorm. Umso wichtiger ist es, diese Unterstützungsangebote zu koordinieren und die Geflüchteten nachhaltig und langfristig in der Gemeinde zu integrieren. Bei der Unterbringung und Begleitung der Geflüchteten aus der Ukraine ist die Gemeinde Bispingen dankbar für das breite ehrenamtliche Engagement. „Wir sind in der aktuellen Situation sehr gut aufgestellt“, betont Bürgermeister Dr. Jens Bülthuis bei einem Treffen von Gemeindeverwaltung und Kirchengemeinde.

Die frühere „Pro-F“-Koordinatorin Annegret Albers, die mittlerweile im Rathaus für die Geflüchtetenhilfe zuständig ist, unterstreicht, dass es jetzt besonders wichtig sei, einen heilsamen Alltag für die Ankommenden aus der Ukraine zu stiften“. Die Gemeinde Bispingen und die Kirchengemeinde rufen zu einer Spendenaktion auf, um finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben, damit die Geflüchteten etwas Normalität im Alltag erleben, bei konkreten Bedarfen unterstützt werden und gute Rahmenbedingungen für die Ehrenamtlichen geschaffen werden können. „Das gespendete
 Geld wird ausschließlich für ukrainische Geflüchtete verwendet, die
 im Gemeindegebiet Bispingen untergebracht sind“, unterstreichen die Initiatorinnen und Initiatoren der Aktion.

Die Spenden können auf folgende Konten der Evangelisch-lutherischen St.-Antonius-Kirchengemeinde überwiesen werden: Kreissparkasse Soltau/ Bispingen: DE 05 2585 1660 0055 0260 41, oder Volksbank Lüneburger Heide/Bispingen: DE 38 2406 0300 4802 5879 00. Als Verwendungszweck ist „Pro-F“ -5311-31101 anzugeben. Bei Bedarf wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

Weitere Informationen sind unter gemeinde.bispingen.de/hilfe-fuer-die-ukraine zu finden. Die Koordination der Unterstützungsangebote erfolgt durch Annegret Albers, Fachbereich Bürgerservice, erreichbar unter Ruf (05194) 39834 oder per E-Mail an a.albers@bispingen.de.

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