Atemschutzgeräteträger in Turnschuhen | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Übung in der Turnhalle in Bispingen

Atemschutzgeräteträger in Turnschuhen

Insgesamt 36 Atemschutzgeräteträger aus den vier Ortsfeuerwehren der Gemeinde Bispingen stellten sich kürzlich einer etwas anderen Herausforderung. Statt den normalen Feuerwehrstiefeln hatten sie Turnschuhe an den Füßen. Das musste sein, stand doch eine Übung in der Bispinger Turnhalle auf dem Plan.

Zu den sportlichen „Tretern“ nicht ganz passend trugen die Ehrenamtlichen die restliche Ausrüstung, so zum Beispiel das schwere Atemschutzgerät mit Maske und Schutzkleidung. Die Sicht durch die Maske war mit einer Folie stark eingeschränkt, sodass nur vage Umrisse und Farben erkannt werden konnten. Unter diesen Bedingungen ging es in der Sporthalle truppweise, also immer zu zweit, über einen vermeintlich recht simplen Parcours. Dieser hatte es jedoch in sich, war es doch in voller Montur und mit Atemluft aus der Maske beziehungsweise Flasche schwierig, unter Bänken oder Seilen hindurch zu kriechen, durch ein „Meer“ aus Gymnastikbällen zu gelangen oder gestapelte Weichbodenmatten zu überwinden. Für die uneingeschränkte Sicht wurde gesorgt, damit kein Teilnehmer vor dem Start den zu absolvierenden Weg sehen konnte.

Doch warum dieser Aufwand? Jedes Jahr muss ein ausgebildeter Atemschutzgeräteträger bei der Feuerwehr neben der Atemschutzstrecke entweder einen Realeinsatz oder eine vergleichbare Übung absolvieren. Da nicht jeder die Möglichkeit hat, tatsächlich bei einem Realeinsatz auch Atemschutz zu tragen, werden solche Übungsabende angeboten.

Unter den 36 Teilnehmern waren drei Frauen. Sie hatten die gleichen Aufgaben wie die männlichen Kollegen zu meistern. Nach der schweißtreibenden Übung gab es zur Stärkung einen kleinen Imbiss im Bispinger Feuerwehrhaus, in dem sich Gemeindebrandmeister Carsten Renk nochmals bei den Teilnehmern sowie den Atemschutzgerätewarten für die Vorbereitung und Durchführung der Übung bedankte.