Bispinger sammeln Titel

Kampfsportler der Sportfreunde Bispingen trumpfen in Gehrden groß auf

Bispinger sammeln Titel

Mitte November haben die Deutsche Meisterschaft für Poomsae/Para und Freestyle sowie tags darauf der Deutsche Jugendcup nach drei Jahren coronabedingter Pause wieder in Präsenz stattgefunden. Die Meisterschaften wurden in Gehrden bei Hannover durch die Niedersächsische Taekwondo Union (NTU) ausgerichtet.

Etwa 170 Sportler aus mehr als 50 Vereinen aus zehn Landesverbänden folgen die Einladung der Deutschen Taekwondo Union (DTU) zur Deutschen Meisterschaft für Poomsae/Para und Freestyle, die am Samstag ausgetragen wurde. Am Sonntag folgte der Deutschen Jugendcup. An dieser Kampfsportveranstaltung nahmen etwa 150 Sportler aus mehr als 30 Vereinen aus neun Landesverbänden teil. Bei der Deutschen Meisterschaft gingen vier Bispinger an den Start. Alle wurden von der NTU in verschiedenen Kategorien nominiert: Tuong-Vi Hannah Do im Synchronlauf und im Einzel, ihr Bruder Tung-Duong Tim im Paarlauf und im Einzel, Stephanie Bombleski im Synchronlauf und Anh-Tuan Do im Einzel.

Tuong-Vi startete im Kadett-Synchronteam mit Jasmin Flotow (Tus Ende/NWTU) und Ksenia Bongard (Koryo Kaiserlautern/TURP). Das Team gewann mit großen Vorsprung die Goldmedaille und den deutschen Titel. Im Einzel in dieser Klasse zeigte Tuong-Vi ebenfalls eine starke Leistung, landete sie doch auf dem zweiten Platz und freute sich über Silber. Ihr Bruder Tung-Duong Tim ist in diesen Jahr in der neuen Klasse Senior U30 gewechselt, in der er es mit extrem starker Konkurrenz zu tun hat. Er startete zuerst mit der langjährigen Partnerin Anna Siepmann (Redfire/NTU), die aber noch verletzt war. Die beiden konnten daher nicht die volle Leistung abrufen und am Ende fehlte 0,3 Punkte zur Goldmedaille. Beide mussten sich mit dem Deutschen Vize-Meistertitel zufriedengeben.

Im Einzel legte Tung-Duong Tim danach einen Gang zu und zog als Erster ins Finale ein. In der Endrunde überzeugte er alle Kampfrichter mit hohen Kicks und toller Dynamik und gewann verdient die Goldmedaille. Damit sicherte er sich den vierten Deutschen Meistertitel im Einzel in den vergangenen Jahren in Folge. Stephanie Bomblesk startete im Team mit Jenna Labinski und Anna Siepmann (beide Redfire/NTU). Da Bianca Schönemeier verletzt ist, sprang Siepmann für sie ein. Trotz des fehlenden Trainings in dieser Zusammensetzung belegte das Trio sensationell den zweiten Platz. Spätnachmittags durfte der letzte Starter dran. Für Anh-Tuan war es die erste DM in Präsenz. Er zog mühlelos ins Finale der acht Besten ein, behielt die Nerven und zeigte sehr gute Leistungen. Letztlich reichte es für ihn zur Bronzemedaille.

Insgesamt haben die Bispinger an diesem Tag zwei Deusche Meistertitel, drei Deutsche Vizemeistertitel und eine Bronzemedaille errungen. Am nächten Tag waren Mira Lichte, Aurelia Herrmann sowie Mailleen Rehr beim Deutschen Jugendcup am Start. Die neunjährige Mira wurde von der NTU im Synchronteam LK2 bis elf Jahren mit Lina Bombe und Mediya Battal (beide Redfire/NTU) sowie im Einzel LK2 bis elf Jahren nominiert. Im Team sicherte sich das Trio überraschend mit großen Vorsprung die Goldmedaille und damit den ersten Titel des Tages für die NTU.

Im Einzel führte Mira Lichte im Halbfinale mit 2,0-Punkten Vorsprung souverän die Tabelle an. Im Finale überzeugte sie mit guter Technik sowie schöner Dynamik und gewann mit 4,7-Punkten Vorsprung den Deutschen Jugendmeistertitel in ihrer Klasse. Außerdem wurde sie von der Bundestrainerin Daniela Koller gelobt und bekam einige Tipps für das Training und ihre sportliche Weiterentwicklung in der Zukunft.

Aurelia Herrmann war danach bei der LK1 Kadett (zwölf bis 14 Jahre) am Zuge. Nach einer Erkältung war sie noch nicht wieder ganz fit und verpasse knapp die Halbfinalrunde.

Mailleen Rehr startete ebenfalls in der LK1 Junior (15 bis 17 Jahre). Sie verpasste knapp den Einzug ins Finale. Am diesen Tag holen die Bispinger zwei Titel für die Sportfreunde. Insgesamt haben sie sieben Titel und eine Bronzemedaille bei den Wettkämpfen geholt. Das Trainerteam war mit diesen Ergebnissen natürlich mehr als zufrieden.

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