Bispingerin näht bis spät in die Nacht und spendet Erlös aus Maskenverkauf

Heike und Insa Müller überreichen Spende in Höhe von 809 Euro an den Kinder- und Jugendhospizdienst Calluna

Bispingerin näht bis spät in die Nacht und spendet Erlös aus Maskenverkauf

Diese gute Tat war eine „Familienproduktion“: Die Bispingerin Heike Müller und ihre Tochter Insa überreichten dem ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Calluna am heutigen Montag eine Spende in Höhe von 809 Euro. Heike Müller hatte für den guten Zweck um die 250 Alltagsmasken genäht, die mit dem Vermerk, dass der Verkaufserlös an den in Soltau ansässigen Kinder- und Jugendhospizdienst Calluna geht, für drei Euro pro Exemplar über das Internet offeriert wurden.

Mit der „Produktion“ begann Heike Müller am 20. April, also noch bevor das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen im öffentlichen Personennahverkehr sowie beim Einkaufen Pflicht war. Ihre Nähmaschine ratterte fortan bis spät in die Nacht. „Nach der Hausarbeit habe ich oft bis 1.30 Uhr an der Maschine gesessen. Wir mußten ja den Bestellungen hinterherkommen“, berichtet die Bispingerin.

Teilweise haben sie und ihre Familie die Alltagsmasken persönlich im Bispinger Raum ausgeliefert, teilweise per Post verschickt. Und es gab auch einen „Großabnehmer“: „Die Firma Taxi-Cohrs hat gleich 100 Stück gekauft und uns damit ganz toll unterstützt“, so Heike Müller weiter. „Meine große Tochter ist in der Pflege tätig, das ist schwere Arbeit“, so Spenderin weiter. Um so mehr wisse sie zu schätzen, was das Team des Kinder- und Jugendhospizdienstes leiste: „Kinder und Eltern bei einem so schweren Gang zu begleiten, da kann ich nur sagen: Hut ab!“ Angela Schreiber, Vorsitzende des Kinder- und Jugendhospizdienstes Calluna, sowie Koordinatorin Claudia Demitz freuten sich sehr über die Spende und nahmen diese am vergangenen Montag, natürlich auf die Abstandsregeln achtend, gern von den beiden Bispingerinnen entgegen.

Das Calluna-Team begleitet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die eine lebensverkürzende Erkrankung haben. Die Kinder sowie deren Geschwister und Eltern können die Hilfe ab der Diagnosestellung in Anspruch nehmen. Die Ehrenamtlichen um die hauptamtliche Koordinatorin begleiten und unterstützen im Alltag, um den Familien die Möglichkeit zu geben, „immer wieder neu Kraft zu tanken.“

Die Angebote sind vielfältig und richten sich stets individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen. Der Kinder- und Jugendhospizdienst ist Teil eines Netzwerks von Kinderärztinnen und -ärzten sowie Krankenhäusern und Kinderkrankenpflegediensten.

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