CDU-Kandidaten formieren sich

Carsten Büttinghaus will den Wahlkreis 35 im Bundestag vertreten

CDU-Kandidaten formieren sich

Bei der Bundestagswahl 2017 setzte sich der heutige SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil aus Munster im Wahlkreis 35 Rotenburg I - Heidekreis gegen die CDU-Kandidatin Kathrin Rösel durch und errang erstmals das Direktmandat, nachdem er seit 2009 über die Liste der SPD bereits im Bundestag saß. Für die Wahl im kommenden Jahr formieren sich nun die Konkurrenten: Nachdem Marsha Weseloh aus Scheeßel bereits angekündigt hatte, ihren Hut in den Ring zu werfen, hat auch Carsten Büttinghaus aus der Bispinger Ortschaft Wilsede seine Bewerbung um die Kandidatur für die CDU zur Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis 35 bekanntgegeben. Der 37jährige Wilseder informierte die CDU-Kreisvorsitzenden Gerd Engel (Heidekreis) und Dr. Marco Mohrmann (Rotenburg) über seine Absicht, sich bei der für Ende September geplanten Nominierungsveranstaltung zur Wahl zur stellen.

Damit ist Büttinghaus neben der 31jährigen Bankkauffrau aus dem Landkreis Rotenburg der zweite potentielle Herausforderer Klingbeils. Büttinghaus ist verheiratet und hat eine Tochter. Seit 16 Jahren ist er als Polizeibeamter in Niedersachsen tätig. Ebenso lange engagiert er sich in der Gewerkschaft der Polizei (GDP).

„Unser Wahlkreis 35 ist eine besondere Region mit liebenswerten Menschen“, beschreibt Büttinghaus den Wahlkreis. „Wir sind ein ländlicher Raum mit einer starken, mittelständischen Wirtschaft. Wir sind eine landwirtschaftlich geprägte Region mit leidenschaftlichen Landwirten, welche ihre oftmals familiengeführten Höfe über viele Generationen weitergeben. Unser Wahlkreis ist bekennender Standort für unsere Bundeswehr und beliebt bei Touristen aus aller Welt.“ Bei allen regionalen Unterschieden gebe es gemeinsame Interessen: „Egal ob in Soltau, in Scheeßel oder in Walsrode: Alle Menschen wollen in Sicherheit und Frieden leben, sie wollen gute Arbeitsplätze, um ihre Familien zu ernähren, und sie wollen ihren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen.“ Weitere den gesamten Wahlkreis betreffende Themen seien die notwendige Digitalisierung der Gesellschaft und der Ausgleich zwischen Naturschutz und Landwirtschaft.

In politisch turbulenten Zeiten, des Umdenkens in Umweltfragen, aber vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Situation rund um die Corona-Pandemie sei ihm, so Büttinghaus, politische und gesellschaftliche Stabilität eine Herzensangelegenheit. „Ich stehe für eine klare Haltung, eine transparente Kommunikation, nachvollziehbares Handeln und Vertrauen“, beschreibt er selbst seinen Politikstil.

Der Christdemokrat sieht sich als „Kandidat der Mitte und als Verteidiger der Demokratie“. Ein gesellschaftliches Klima, in dem Mandatsträger und ehrenamtlich Tätige ihre Arbeit niederlegen, weil sie bedroht werden, wolle er nicht akzeptieren. „Wenn Rettungskräfte, Polizeibeamte, Mitarbeiter von Behörden, medizinisches Personal oder Lokalpolitiker bedroht oder gar angegriffen werden, so ist dies für mich kein Alarmsignal mehr. In diesen Fällen ist die Grenze des Erträglichen bereits deutlich überschritten.“ Diese Täter müssten nach seiner Auffassung viel konsequenter und entschlossener zur Rechenschaft gezogen werden.

Büttinghaus ist kommunalpolitisch aktiv, gehört dem Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes Bispingen an und ist Mitglied verschiedener Ausschüsse der Gemeinde, außerdem ist er Mitglied des Kreisparteiausschusses der CDU Heidekreis. Als ehrenamtlicher Richter wurde er vom Verwaltungsgericht Lüneburg berufen.

Die CDU plant nach Auskunft des CDU-Kreisvorsitzenden im Heidekreis, Gerd Engel, die Nominierungsveranstaltung derzeit für den 23. September, der Ort steht noch nicht fest. „Theoretisch bis zu diesem Zeitpunkt“ seien weitere Bewerbungen möglich. Zuvor werde es auch Vorstellungsrunden mit den Kandidaten sowohl im Heidekreis als auch im Kreis Rotenburg geben, zudem sind Besuche bei den CDU-Verbänden vor Ort geplant. Alle Planungen seien, so Engel, aber abhängig von den Entscheidungen in Zusammenhang mit der Coronakrise.

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