Geduld am Gleis gefordert

Neue Sicherungen für Bispinger Bahnübergänge

Geduld am Gleis gefordert

Die OHE wird in Absprache mit der Gemeinde Bispingen alle vier Bahnübergangssicherungen im Zuge der Ortsdurchfahrt Bispingen gemeinsam mit den Straßenbaulastträgern erneuern. Alle vier Anlagen wurden bereits 1964 in Betrieb genommen und entsprachen nach mehr als 50 Jahren in Betrieb nicht mehr dem aktuellen Sicherheitsstandards und den gestiegenen Verkehrsanforderungen. Die neuen Anlagen werden mit LED-Signalen für den Straßenverkehr besser sichtbar sein und mit Halbschranken die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Die Arbeiten dazu haben am vergangenen Montag begonnen.

Für die Erneuerung müssen die alten Sicherungen zu Beginn der Arbeiten außer Betrieb genommen werden. Während der Bauphase werden die Bahnübergänge, je nach Bedarf durch einen Sicherungsposten mit Unterstützung einer Baustellenampel bei Zugfahrten gesichert. Dadurch können die Züge Bispingen nur sehr langsam passieren, so dass es bei den Zugfahrten zu Behinderungen im Straßenverkehr kommen kann. „Montag bis Mittwoch fahren zur Zeit zweimal täglich lange Containerzüge durch Bispingen“ erläutert Sebastian Schülke, Eisenbahnbetriebsleiter der OHE „wir bitten alle Personen an den Bahnübergängen um Geduld. Selbst wenn der Zug mal zum Stehen kommt, darf keiner auf die Idee kommen zwischen den Wagen durchzuklettern, das kann tödlich enden!“. Die Baumaßnahmen sollen nach rund acht Wochen abgeschlossen sein.

Zuerst wird die Blinklichtanlage in der Bahnhofstraße zurückgebaut und die neuen Fundamentformsteine für die Aufnahme der Straßensignale und Schrankenantriebe gesetzt. Parallel dazu werden die Betonschalthäuser am Scharrler Weg und an der Soltauer Straße aufgestellt sowie die Streckenverkabelung hergestellt. Der Bahnübergang Scharrler Weg wird in diesem Zuge komplett saniert. Dazu ist eine Vollsperrung der Kreisstraße K 35 / Scharrler Weg vom 13. März bis zum 17. März erforderlich. Eine Umleitung wird ausgeschildert.

Die Baukosten von rund einer Million Euro werden von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und dem Landkreis Heidekreis als Straßenbaulastträger, der Gemeinde Bispingen als Baulastträger der Gehweganlagen , dem Land Niedersachsen als Kostenbeteiligter und der OHE als Baulastträger des Schienenweges getragen.

Bürgermeister Dr. Jens Builthuis: „Wir freuen uns, dass gleich alle vierAnlagen ersetzt werden, der Sicherheitsgewinn für die Bürger ist enorm. Jetzt muss nur noch der regelmäßige Personenverkehr auf der Schiene bis nach Lüneburg kommen! Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse der Reaktivierungsstudie die dazu gerade von den Landkreisen erarbeitet wird – und rechnen uns sehr gute Chancen dazu aus.“

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