Gefahrguteinsatz: Polizei sucht Verursacher im Mercedes

Fässer auf Lkw-Ladefläche leckgeschlagen- Vollsperrung der A7 bei Bispingen

Gefahrguteinsatz: Polizei sucht Verursacher im Mercedes

Auf der A7 bei Bispingen kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 0.30 Uhr zu einem längeren Gefahrguteinsatz. Auf der Ladefläche eines Lkw-Gespanns mit Stückgut, darunter auch unterschiedliche Gefahrgüter in kleineren Mengen, schlugen mehrere Fässer mit Flüssigkeiten leck. Daraufhin liefen die Gefahrgüter aus dem Anhänger. Andere Fahrzeuge machten den Fahrer darauf aufmerksam, sodass dieser sein Gespann auf der Standspur zum Stehen brachte. Die Polizei sucht in dem Zusammenhang einem silberfarbenen Mercedes mit Frankfurter Kennzeichen. Wer Angaben zu diesem Pkw machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Bad Fallingbostel, Ruf (05162) 97211, zu melden. Der Mercedes hat den Lkw laut Polizei beim Fahrstreifenwechsel geschnitten, so dass der Lkw-Fahrer stark abbremsen musste. Dabei wurde ein Teil der Ladung beschädigt, die leckgeschlagenen Fässer liefen aus.

Die alarmierte Feuerwehr Bispingen sperrte die gesamte A7 in Fahrtrichtung Hamburg und den Bereich hinter dem Lkw großräumig ab. Um festzustellen, welches der geladenen Gefahrgüter leck geschlagen war, ließ Einsatzleiter Carsten Renk den Fachzug Messen und Spüren der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt alarmieren. Spezialkräfte mit umfangreicher Ausstattung zum Aufspüren und Bestimmen gefährlicher Stoffe rückten an.

Vor Ort konnte ein stark konzentriertes Reinigungsmittel ausgemacht werden. Daraufhin wurde der Anhänger von Einsatzkräften unter Chemikalienschutzanzügen soweit leer geräumt, bis der Zugang zu den leck geschlagenen Fässern möglich war. Die Fässer wurden in große Auffangwannen umgesetzt und die ausgelaufenen Stoffe mit Chemikalienbinder abgestreut.

Am morgen, nach rund sechs Stunden, war der Einsatz beendet und die A7 konnte wieder freigegeben werden. Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Bispingen je ein Fahrzeug der Feuerwehren Behringen und Hützel zum Materialtransport sowie der Fachzug Messen und Spüren der Kreisfeuerwehr Heidekreis mit Fahrzeugen und Personal aus Munster und Düshorn.

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