Kirsti Sarikaya glänzt beim Ironman

Bispinger Ausdauersportlerin feiert nach Verletzungspech gelungenes Comeback in der Hansestadt

Kirsti Sarikaya glänzt beim Ironman

Kirsti Sarikaya von den Sportfreunden Bispingen ging am Pfingstmontag äußerst erfolgreich beim Ironman Hamburg an den Start, wobei sie in der Hansestadt insbesondere mit einer imposanten Schwimmzeit beeindruckte. Rund 100.000 Zuschauer feuerten die Triathleten an diesem Sommertag an.

Im Rahmen des nunmehr fünften Ironman Hamburg wurde auch die Europameisterschaft der Profifrauen ausgerichtet. Favoritin Laura Philipp aus Deutschland gewann den Wettkampf mit einer beeindruckenden Leistung und verteidigte ihren EM-Titel. Die 35-Jährige lief die beste Zeit einer Frau bei einem Ironman-Rennen weltweit. 8:18 Stunden zeigte im Ziel die Anzeigetafel auf dem Hamburger Rathausmarkt. Der Tag begann für die Profis und die rund 2.700 „Agegrouper“ schon früh an diesem Sonntag: Um 5 Uhr morgens öffnete die mit knapp einem Kilometer längste Wechselzone bei einem Ironman-Rennen an diesem Morgen Ihre Tore. Der Startschuss für die Profifrauen erfolgte um 6.15 Uhr an der Binnenalster. Die „Agegrouper gingen an diesem Tag ab 6.30 Uhr in einem sogenannten „rolling start“ im Abstand von jeweils sechs Sekunden zu viert zusammen ins Wasser. Dabei mussten sich die Teilnehmer vorher in entsprechenden Schwimmzeitgruppen einordnen.

Die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke führte die Triathleten durch die Binnenalster unter den Brücken hindurch in die Außenalster. Die Wassertemperatur betrug am Wettkampftag in der Alster 19,1 Grad. Der Schwimmausstieg befand sich an den Stufen zum Rathausplatz. Dort stieg Sarikaya mit einer Zeit von einer Stunde und 14 Minuten aus dem Wasser. Das bedeutete den sehr guten 2. Gesamtplatz in Ihrer Altersklasse W 50 und den 677. Gesamtplatz unter rund 2.700 Schwimmern. Sarikaya hatte vor circa vier Wochen ihr Freiwassertraining im Flüggenhofsee in Munster begonnen, wobei sie auch Mitglied der DLRG-Ortsgruppe Munster ist.

Die anschließende Radstrecke mit knapp 182 Kilometern führte die Teilnehmer erst in den Westen von Hamburg, entlang der Reeperbahn zu den Landungsbrücken. Mit Wendepunkt ging die zweimal zu fahrende 91-Kilometer-Runde dann in den Osten von Hamburg an den Deich Richtung Geesthacht. Wegen der sommerlichen Temperaturen mussten die Teilnehmer früh auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28 Kilometern pro Stunde erreichte Sarikaya in einer Zeit von sechs Stunden und 27 Minuten die zweite Wechselzone. Insgesamt benötigte Sarikaya an diesem Tag für die beiden Wechselzonen 20 Minuten. Von dort aus führte die Marathonstrecke viermal entlang der Alster, wobei etliche Zuschauer die Athletinnen und Athleten anfeuerten. Auf dem Gänsemarkt wurden nach jeder Laufrunde ein Rundenband vergeben, so dass nach vier Bändern der ersehnte Zieleinlauf erfolgen konnte.

Im Winter hatte Sarikaya nach einem Muskelfaserriss in der Wade eine längere Laufpause einlegen müssen. Langsam und mit moderatem Tempotraining auf der Bahn hatte sie sich dann seit Anfang des Jahres auf den Ironman-Marathon vorbereitet - mit Erfolg: Mit toller Unterstützung von den Freunden entlang der Laufstrecke konnte Sarikaya den Marathon in fünf Stunden meistern. Unter dem berühmten Willkommengruß vom Veranstaltungssprecher auf dem Rathausmarkt „You are an Ironman“ lief Sarikaya in einer Gesamtzeit von 13 Stunden und fünf Minuten glücklich über die Ziellinie.

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