Landfrauen, Platt und Kirche

Verdienstmedaille für engagierte Bispingerin Johanna Renk

Landfrauen, Platt und Kirche

„Hohen Besuch“ empfing Johanna Renk im Kreise ihrer Familie am vergangenen Dienstag: Landrat Manfred Ostermann verlieh der rührigen Bispingerin die vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstmedaille. Auch Bürgermeister Dr. Jens Bülthuis war zugegen, um das vielfältige und vor allem langjähriges Engagement Renks zu würdigen. Ehrenamt ist für Johanna Renk wahrlich kein Fremdwort: Lange Jahre setzte sie sich für den Erhalt der plattdeutschen Sprache und die Föderung der Landfrauen ein.

So agierte sie von 1975 bis 1987 als Vorsitzende des Landfrauenvereins Bispingen und setzte sich für die Belange der Ortsgruppe ein, bevor sie 1988 auf Kreisbene wechselte: Bis zum Jahr 2000 leitete sie zwölf Jahre lang als Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes die Geschicke der Landfrauen. Sie initiierte Projekte und organisierte Veranstaltungen, insbesondere auch, um eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne zu schaffen.

Doch nicht nur die Landfrauen liegen ihr am herzen, auch das Plattdeutsch: Seit 2008 ist die Geehrte Beisitzerin im Vorstand des Heimat- und Kulturvereins Bispingen, der die Pflege und den Schutz heimatlichen Kulturgutes in der Gemeinde fördert. Zu diesem Zweck unterstützt der Verein Schulprojekte wie „Plattdeutsch in der Schule“. Johanna Renk gründete 2008 eine Plattdeutsch-Gruppe im Verein „und begeistert seitdem als Ansprechpartnerin und Organisatorin mit dem monatlichen ‚Bissmer Klönschnack‘ Jung und Alt für die plattdeutsche Sprache“, so Ostermann bei der Verleihung der Verdienstmedaille. Und auch in der Kirche ist und war Johanna Renk aktiv: Fast 20 Jahre lang, von 1976 bis 1994, war sie Kirchenvorstandsmitglied in der St. Antoniuskirchengemeinde, und bis heute unterstützt sie die Arbeit der Kirchengemeinde als Gemeindeglied.

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