Mal große Sprünge machen ...

Bispingen: Abenteuerland Lüneburger Heide öffnet am 1. September

Mal große Sprünge machen ...

„Wir haben Leute schon wieder wegschicken müssen“, berichtet Steffen Brunckhorst. Offensichtlich können es einige gar nicht abwarten, bis das Abenteuerland Lüneburger Heide im Bispinger Wirtschaftsgebiet Gaußscher Bogen seine Pforten öffnet. Ein paar Tage müssen die Ungeduldigen allerdings noch warten, bis sie sich durch den Ninja-Parcours kämpfen oder auf dem Trampolin große Sprünge machen können: „Wir eröffnen das Abenteuerland am 1. September um 14 Uhr“, kündigt der geschäftsführende Gesellschafter an.

Damit liegt das Projekt genau im Zeitplan, denn Brunckhorst wollte noch vor den Herbstferien fertig werden. Mit einer Gesamtinvestition von 2,7 Millionen Euro sei auch der Kostenrahmen eingehalten worden.

Doch das dürfte die künftige Kundschaft kaum interessieren, schließlich will die sich in der Halle mit ihren rund 2.300 Quadratmetern Nutzfläche sportlich verausgaben. Und dazu stehen neben einem Ninja-Parcours rund 18 Module mit mehr als 60 Trampolinen zur Verfügung. Im Angebot sind hier beispielsweise Kletterwände, eine Trampolin-Arena, in der kleine Mannschaften wahlweise Volleyball, Völkerball oder „Dodge Attack“ (Zielscheibenwerfen mit Ball) spielen können, aber auch „Wipe Out“, das die Geschicklichkeit beim Ausweichen auf die Probe stellt. Es gibt einen Hochseilgarten mit „Zip Line“, einem langen Stahlseil, an dem die Besucher 55 Meter durch die Halle schweben können, mit Schaumstoffwürfeln gefüllte Becken, die einen nach jedem Sprung weich landen lassen, große Trampolinflächen und vieles mehr.

Was die Besucher ganz besonders begeistern dürfte, ist eine Kombination von Computerspiel und eigener Bewegung: Am Monitor, einem Trampolin gegenüber, kann der Springer oder die Springerin ein Spiel auswählen. Die Kamera erfasst dann den Springer und macht ihn zur Spielfigur auf dem Monitor. Durch die eigenen Hüpfer auf dem Trampolin erfüllt der Springer dann die Aufgaben, die ihm das Spiel auf dem Monitor vorgibt. Statt auf dem „Gamepad“ mit dem Finger muss hier also mit vollem Körpereinsatz gesteuert werden.

In welcher Bekleidung sich die Gäste diesen Herausforderungen stellen, ist nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich allerdings etwas Sportliches. Ein absolutes Muss ist jedoch das Tragen von „Abenteuersocken“, die das Ausrutschen verhindern. Sie sind vor Ort erhältlich.

Neben den Angeboten in der Halle soll es insbesondere in den Sommermonaten auch Außenattraktionen wie etwa Bungee-Trampoline geben.

Jeder, der älter ist als sechs Jahre, kann im Abenteuerland testen, was in ihm steckt. Doch auch die Kleineren müssen nicht draußen bleiben: Für sie gibt es das Kindertobeland. „Außerdem wollen wir zu bestimmten Zeiten für diese Altersgruppe in Begleitung der Eltern ‚Bambini-Springen‘ anbieten“, weiß Katja Müller. Sie gehört wie Steffen Brunckhorst, Florian Groffmann (ebenfalls Geschäftsführer), Nicole Groffmann, Viola Brunckhorst, Doreen Brockmann und Manuel Kirchner zum Management. Darüber hinaus sorgen 30 Teilzeitkräfte für den betrieblichen Ablauf.

Sie alle haben einen speziellen Erste-Hilfe-Kurs gemacht, denn, so Brunckhorst: „Sicherheit steht ganz oben, zumal beim Sport immer ein gewisses Verletzungsrisiko besteht. Um hier Gefährdungen zu minimieren, bekommt jeder Besucher eine Sicherheitseinweisung und ein Warming-up, damit er nicht unvorbereitet in die Halle geht. Vor den einzelnen Stationen sind dann die Sicherheitsregeln nochmal auf den Boden gedruckt.“

Befürchtungen, dass die Halle leer bleibt, brauchen Brunckhorst und seine Mitstreiter offensichtlich nicht zu haben: „Für Kindergeburtstage sind schon alle Septemberwochenenden ausgebucht“, so Müller. Und Brunckhorst: „Auch Schulen, Vereine und sogar Einrichtungen wie die Polizei und Feuerwehr haben Interesse angemeldet, das Abenteuerland für sich als neuen Trainingsplatz zu nutzen.“

Maximal 100 Gäste - das Kindertobeland ausgenommen - dürfen zeitgleich in die Halle. Wer da kein Risiko eingehen möchte, draußen bleiben zu müssen, sollte per Internet vorbuchen. Näheres dazu finden Interessierte auf www.abenteuerland.de.

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