Neuer „XXL-Schnellladepark“ entsteht an der Autobahn 7 bei Bispingen

Hochgeschwindigkeitsladepark bietet in der ersten Ausbaustufe 16 Ladepunkte - und kann auf bis zu 40 Ladepunkte erweitert werden

Neuer „XXL-Schnellladepark“ entsteht an der Autobahn 7 bei Bispingen

In direkter Nähe zur Ausfahrt „43 Bispingen“ an der Autobahn 7 steht ein echter Blickfang: Das „Verrückte Haus“. Es steht auf dem Kopf und bietet diversen optischen Täuschungen ein Zuhause. Wer mit dem E-Auto zwischen Hamburg und Hannover auf der Autobahn unterwegs ist, kann sich hier kurz die Füße vertreten, interessante Fotos machen - und in Zukunft gleichzeitig auch schnell das E-Fahrzeug laden. Als Betreiberin des größten Schnellladenetzes in Deutschland errichtet das Unternehmen „EnBW“ nämlich in nächster Nähe einen großen Schnellladepark. Der Startschuss für den Bau fiel bereits am 17. September . „Noch vor Weihnachten werden hier“, so ein Sprecher des Unternehmens, „die ersten E-Autos laden können.“

Knapp 60 Kilometer südlich von Hamburg entsteht so ein überdachter Hochgeschwindigkeitsladepark für E-Autos, der in der ersten Ausbaustufe 16 Ladepunkte bietet. „Die HPC-Ladesäulen der höchsten Leistungsklasse liefern hier - dank 300 Kilowatt Leistung - je nach Fahrzeugtyp bis zu 100 Kilometer Reichweite in nur fünf Minuten“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. HPC steht für High Power Charger.

Bei Bedarf kann die „EnBW“ den Park weiter ausbauen - auf bis zu 40 Ladepunkte. „Wie an allen EnBW-Standorten wird auch in Bispingen 100 Prozent Ökostrom fließen, den E-Autos über die gängigen Anschlüsse laden“, so der „EnBW“-Sprecher. Einen Teil der für den Betrieb benötigten Energie erzeuge der Ladepark dabei direkt auf dem Dach vor Ort: Dieses schütze nicht nur die Besucherinnen und Besucher vor Wind und Wetter, sondern biete Fläche für eine Photovoltaik-Anlage mit einer maximalen Leistung von 37 Kilowatt. Werde der Park erweitert, wachse damit auch das Dach und die Solaranlage. Bis zu 92,75 Kilowatt Sonnenergie ließen sich in der letzten Ausbaustufe dann am Standort generieren.

„Wir haben uns wegen der optimalen Lage direkt an der A7 für diesen Standort entschieden“, erklärt Timo Sillober, der als „Chief Sales and Operations Officer“ bei der „EnBW“ auch den Bereich Elektromobilität verantwortet: „Wir verdichten so das Ladenetz für den Fernverkehr weiter und machen E-Mobilität noch einfacher und komfortabler.“

Mittlerweile umfasst das Schnellladenetz der „EnBW“ nach Unternehmensangaben mehr als 600 Schnellladestandorte in ganz Deutschland, täglich komm im Schnitt ein neuer Standort hinzu. Allein bis 2025 werde die „EnBW“ jährlich in den weiteren Ausbau investieren.

Der Standort bei Bispingen gefalle Sillober nach eigenen Angaben aber auch aus einem anderen Grund - der Nähe zum kopfstehenden „Verrückten Haus“: „Es versinnbildlicht einfach perfekt, was wir tun: Veraltete Vorstellungen zur Elektromobilität - sie sei etwa nicht fernstreckentauglich - stellen wir auf den Kopf. Das ist nämlich längst nicht mehr der Fall, und das beste Beispiel dafür sind unsere großen Schnellladeparks wie der bei Bispingen.“

Logo