„Atempause“ umgezogen

Verein für sozial-missionarische Dienste in Breloh ist jetzt barrierefrei erreichbar

„Atempause“ umgezogen

Der Umzug ist geschafft: Der Verein für sozial-missionarische Dienste „Atempause“ in Breloh hat die neuen Räume in der ehemaligen Kreissparkassen-Filiale in der Kleinen Straße bezogen. Alle Einrichtungen und Angebote stehen nun am neuen, barrierefreien Standort zur Verfügung. Darüber freut sich nicht nur die Vereinsvorsitzende Erika Wieckhorst, sondern das gesamte Team der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Damit alle Interessierten die Räumlichkeiten kennenlernen können, lädt der Verein „Atempause“ zu einem „Tag der offenen Tür“ ein: Am Samstag, dem 23. Februar, ab 11 Uhr. Vor 30 Jahren wurde der Verein für sozial-missionarische Dienste „Atempause“ gegründet und hatte seit dieseser Zeit seinen Sitz in der Hermann-Löns-Straße in Breloh. Der Verein, die Angebote und die Größe der angemieteten Fläche wuchsen, was blieb, war jedoch die fehlende Barrierefreiheit. Doch nun, pünktlich zum „runden Geburtstag“ - der im Sommer gefeiert werden soll -, ist die „Atempause“ umgezogen. In der ehemaligen Kreissparkassen-Filiale stehen für alle einfach zu erreichende Räume zur Verfügung, ohne hindernde Treppen, mit einem behindertengerechten WC und kurzen Wegen für die Ehrenamtlichen, die etwa die Kaffeegäste versorgen. Erika Wieckhorst freut sich sehr, daß der Umzug an die neue Adresse nun geklappt hat - und ist sehr dankbar für die tatkräftige Unterstützung der freiwilligen Helfer: „Ich mußte nicht fragen oder gar betteln; alle haben ganz unkompliziert mit angepackt, es hat alles ganz wunderbar geklappt“, lobt die Vereinsvorsitzende. Diese Hilfe sei alles andere als selbstverständlich.

Im Laufe des Januars hat die „Atempause“ in mehreren Etappen ihr Domizil vom alten an den neuen Standort verlagert und bereits während des Umzugs starteten die ersten Angebote in der Kleinen Straße 2. Jetzt aber ist alles fertig, bis auf wenige Kleinigkeiten, wie ein Hinweis an der Eingangstür oder der Schaukasten, der aufgestellt werden soll. Bis zum „Tag der offenen Tür“, hofft Wieckhorst, sind aber auch diese Dinge erledigt.

Vielfältig sind die Angebote des Vereins, die wie bisher am alten jetzt ebenfalls am neuen Standort laufen. Getragen wird die Arbeit von einem Team aus freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in gelebter Nächstenliebe „mit Herz und Hand“ ihren Dienst tun, wie die Vereinvorsitzende betont. Die „Atempause“, deren Wurzeln in der Breloher Friedenskirchengemeinde liegen, zeichne sich durch die gelebten christlichen Werte der hier Tätigen aus, aber selbstverständlich seien alle Interessierten in die Einrichtung und zu ihren Angeboten eingeladen.

„Herzlich willkommen zur Kaffeestunde“ heißt es so weiterhin immer dienstags von 15 bis 18 Uhr. Neben Kaffee und Kuchen gibt es hier vor allem auch Kontakte. Wieckhorst betont, daß die Besucher im „Café Atempause“ miteinander ins Gespräch kommen, Freud und Leid teilen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Gäste, decken die Tische liebevoll ein und sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Statt eines Mittagessens am Donnerstag gibt es seit diesem Jahr an jedem ersten Mittwoch im Monat - außer an Feiertagen - ab 9.30 Uhr ein Frühstück, für das zur Erleichterung der Planung um vorherige Anmeldung gebeten wird. Immer am Mittwochnachmittag von 15 bis 17 Uhr steht im „Café Atempause“ der Spielenachmittag auf dem Plan. Das Kleiderstübchen öffnet wie gewohnt dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr; über Spenden sauberer und noch tragbarer Kleidung freut sich das Team weiterhin. Am zweiten Dienstag im Monat sowie nach Vereinbarung trifft sich zudem eine Selbsthilfegruppe für Alkohol- und Medikamentenabhängige und ihre Angehörigen in der „Atempause“. Am ersten Dienstag im Monat ist ein Schuldnerberater im Haus. Für Diskretion ist bei diesen Terminen selbstverständlich gesorgt. Neben den vielen bestehenden Angeboten hat Erika Wieckhorst aber auch zahlreiche weitere Pläne, die sich in den nun bezogenen Räumlichkeiten umsetzen lassen könnten. Sie denkt an verschiedene Projekte, die sie noch anschieben möchte - vorstellbar seien etwa Vorträge und Gesprächsrunden, und auch die Kirchen möchte die Vorsitzende gern mit ins Boot holen. Sie sieht den Umzug gleichzeitig als Chance für einen Aufbruch und sprüht vor Ideen. Wie sich der Verein in den neuen Räumen eingerichtet hat, davon können sich alle beim „Tag der offenen Tür“ am 23. Februar selbst ein Bild machen. Zu Beginn wird um 11 Uhr Erika Wieckhorst einige Worte sagen. Im weiteren Verlauf soll es auch einen Rückblick und Geschichten aus 30 Jahren „Atempause“ geben. Nicht zuletzt wird Pastor Sascha Barth von der Friedenskirche Breloh die neue Heimat des Vereins segnen.

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