DRK Breloh ist Geschichte

Nach mehr als 70 Jahren löst sich der Ortsverein auf

DRK Breloh ist Geschichte

Nach mehr als 70 erfolgreichen und bewegten Jahren ist das Ende des Deutschen Roten Kreuzes in Breloh besiegelt, der dortige DRK-Ortverein nun Geschichte: Einstimmig votierten die Mitglieder auf der dazu einberufenen Mitgliederversammlung am vergangenen Montagabend im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr der Munsteraner Ortschaft für diesen Antrag.

Der Ortsverein wurde somit aufgelöst und diesel Kapitel der Dorfgeschichte schießt sich: Der letzte Vorsitzende Paul Schankweiler, der zusammen mit seiner Frau Gudrun und weiteren Vorstandmitgliedern sowie Helferinnen und Helfern Jahrzehnte hindurch den Ortsverein leitete, hatte sich noch einmal mit dem Bundesverdienstkreuz geschmückt, das ihm Bundespräsident Walter Steinmeier für seine großen Verdienste im Frühjahr verliehen hatte. Heinz Wagner, lange Zeit Ortsvorsteher und Kenner vor allem der jüngeren Geschichte des Vereins, würdigte noch einmal den beispielhaften Einsatz, den das Ehepaar Schankweiler, aber auch viele weitere Mitglieder in der Vorstandsarbeit und in den Aktivitäten des DRK geleistet haben. Er erinnerte an die legendären Fahrten, die Blutspendetermine und die Zusammenkünfte der Senioren: „Nicht selten mussten drei Busse für die Beförderung der Reisegesellschaft eingesetzt werden und einmal waren sogar fünf Fahrzeuge notwendig, um die vielen Interessanten zu einem Ort in Brandenburg zu bringen.“ Ein Blick in die Festschrift 700 Jahre Breloh auf den Bericht von Dr. Bruno Meinecke über den am 23. Juni 1950 gegründeten Ortsverein erinnert an den Anfang der Vereinigung: Ein Jahr zuvor war der inzwischen in der Eintracht Munster aufgegangene Breloher Sportclub gegründet worden.

Die Mitgliederversammlung in Breloh bestellte Paul und Gudrun Schankweiler zu sogenannten Liquidatoren, denen die Abwicklung des aufgelösten Vereins obliegt. Sie werden auch für mindestens zehn Jahre die Vereins-Akten in Verwahrung nehmen. Es ist nicht auszuschließen, dass auch dem Verein „Cafè Atempause“ die Auflösung droht, wenn sich auch hier niemand findet, die oder der das Ruder in die Hand nehmen will.

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