Dethlinger Teich: Dritter Schacht wird erstellt

Grundwasseroberfläche erreicht - Arbeiten an Schacht 1 und 2 „abgeschlossen“

Dethlinger Teich: Dritter Schacht wird erstellt

Bei der Sondierung am Dethlinger Teich werden die Arbeiten nun an einem dritten Schacht fortgesetzt. „Bis zum Vormittag des 27. Februar wurden die Erkundungsarbeiten am Dethlinger Teich bei Munster wechselweise in zwei Schächten durchgeführt“, teilte ein Sprecher des Landkreises Heidekreis am Freitag, 28. Februar, mit. „Aus Sicherheitsgründen mussten die Arbeiten im Schacht 2 wenige Zentimeter oberhalb des Grundwassers abgebrochen werden. Im Schacht 1 wurde die Grundwasseroberfläche bereits vorher freigelegt, sodass die Räumarbeiten im Schacht 1 und 2 als abgeschlossen betrachtet werden müssen.“ Es werde nun ein weiterer Schacht hergestellt. Dieser werde genutzt, um die Datenlage zu verbessern.

„Die Probleme mit der Wasserhaltung konnten nicht gelöst werden“, erklärte der Landkreissprecher weiter. „Trotz aller Anstrengungen mit zusätzlichen Förderpumpen direkt im Schacht 1 stagniert die Wasserhaltung. Ein leichter Anstieg in den letzten Tagen ist das ‚Ergebnis‘ der heftigen Niederschläge.“ Auch die beiden im Schacht 1 eingesetzten Pumpen mit einer Förderleistung von mehr als zehn Kubikmetern je Stunde im Schacht selbst blieben demnach ohne messbaren Effekt. Die Arbeiten im Schacht 2 mussten noch am Donnerstag aus Sicherheitsgründen wenige Zentimeter oberhalb des Grundwassers abgebrochen werden. „Zuvor war wiederholt Betonbruch von der Seite in den Schacht gerutscht und hatte dabei einen größeren Hohlraum unter der Betonplatte erzeugt“, betonte der Sprecher des Landkreises.

Im Schacht 1 wurde die Grundwasseroberfläche bereits vorher freigelegt. Die Räumarbeiten im Schacht 1 und 2 müssen damit laut Landkreis als abgeschlossen betrachtet werden. Mit den am 27. Februar geborgenen 66 Granaten beträgt die Gesamtzahl der insgesamt geborgenen Kampfstoffgranaten 2.552 Stück. Alle Granaten wurden zur GEKA Munster abgefahren, wo sie in den nächsten Monaten in den Spezialanlagen vernichtet werden.

„Die nächsten Wochen sollen zur Verbesserung der Datenlage genutzt werden. Seit dem 28. Februar wird innerhalb des Zeltes in einem Bereich mit vermutlich wenig Munition ein weiterer Schacht erstellt (Schacht 3)“, erläutert der Landkreissprecher. „Gleichzeitig werden Schacht 1 und 2 mit Kies verfüllt. Der Stahlverbau wird dabei entfernt und parallel im Schacht 1 ein Filterrohr eingebaut, mit dem bei der Sanierung gegebenenfalls die Grundwasserförderung unterstützt werden kann.“

Im Schacht 3 sollen zahlreiche Materialproben entnommen werden, um die benötigten Daten für das bei der Sanierung notwendige Abfallmanagement zu erhalten. Der Vortrieb soll - wenn möglich - mit einem verstärkten Maschineneinsatz erfolgen, um auch hier belastbare Planungsdaten für die Sanierung zu erhalten. „Als weiteres Teilprojekt soll bis Ostern die Anwesenheit der C-Feuerwerker genutzt werden, um eine in Luftbildern (1944 bis 1947) auffällige Fläche am westlichen Rand des Dethlinger Teiches zu untersuchen“, teilte der Landkreissprecher mit. Dieser Bereich liege höher und müsse zum Aufbau des Sanierungszeltes abgetragen werden.

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