Dethlinger Teich: Erste Munition gefunden, aber noch keine chemischen Kampfstoffe nachgewiesen

GEKA übernimmt Teile zur Klassifizierung und Vernichtung

Dethlinger Teich: Erste Munition gefunden, aber noch keine chemischen Kampfstoffe nachgewiesen

Die erste Munition ist gefunden: Bei den Arbeiten zur Öffnung des Deth­linger Teiches bei Munster haben die Experten am 8. Oktober möglicherweise Brisantes zu Tage gefördert. Und dabei ist es nicht geblieben: Wie der Landkreis Heidekreis mitteilt, wurden am vergangenen Donnerstag, dem 10. Oktober, zwei weitere Kampfmittel geborgen und verpackt.

Der niedersächsische Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) habe den Fund am 8. Oktober zunächst auf Transportsicherheit hin überprüft, bevor ein Gefahrguttransport die beiden Teile am frühen Dienstagnachmittag zur bundeseigenen Gesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten (GEKA) gebracht habe. Dort werde der Fund zunächst klassifiziert und dann zeitnah vernichtet. Um welche Munition es sich dabei genau handelte, konnte eine Sprecherin des Heidekreises zunächst nicht sagen, da die Ergebnisse der GEKA noch nicht vorlagen.

Das gleiche Vorgehen dann am 10. Oktober: In einem weiteren Gefahrguttransport wurden die neuerlichen Funde zur weiteren Behandlung zur GEKA befördert.

Wie der Landkreis erläutert, „hat die permanente Luftüberwachung im Zelt hat noch keinen chemischen Kampfstoff nachgewiesen, das heißt, aus dem mittlerweile rund 1,70 Meter tiefen Schacht tritt nichts aus. Vorsorglich ist die Luftreinigungsanlage rund um die Uhr in Betrieb.“

Sei dem 16. September laufen die Untersuchungen am Dethlinger Teich, einer früheren Kieselgurgrube in der Nähe von Munster, in der bis 1952 Kampfstoffe und Munition versenkt und am Ende mit einer dicken Schicht aus Betonschutt und Boden abgedeckt wurden. Jetzt wird der Teich an einer Stelle geöffnet, um dadurch Erkenntnisse für eine späteren Sanierung zu gewinnen.

Mit dem Aushub haben die Experten unter strengen Sicherheitsmaßnahmen am 27. September begonnen. Da sich das Team zunächst mit Hilfe eines Greifarmbaggers durch die „Oberfläche“ hindurcharbeiten und dieses Material dann überprüfen musste (HK berichtete), rechneten die Fachleute mit einem Munitionsfund nicht vor dem 14. Oktober. Jetzt sind die Experten doch schneller als erwartet auf „erste Ergebnisse“ gestoßen.

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