Schacht 2 schon in Betrieb

Dethlinger Teich: Bereits 1.621 Granaten gefunden

Schacht 2 schon in Betrieb

Die Sondierungsarbeiten im Dethlinger Teich gehen weiter. Die ehemalige Kieselgurgrube bei Munster, in der bis 1952 Kampfstoffe und Munition versenkt und dann mit Betonschutt und Boden abgedeckt worden sind, wird seit September vergangenen Jahres unter die Lupe genommen: Unter großen Sicherheitsmaßnahmen wird ein Schacht gegraben, um den gefährlichen Inhalt zu untersuchen und damit Erkentnisse für eine spätere Sanierung zu erlangen.

In den vergangenen Wochen gab es Probleme mit dem Wasser, die sich auch nach Maßnahmen zur Trockenlegung über Feiertage und Jahreswechsel nicht hatten lösen lassen. So stand das Wasser auf der Sohle des inzwischen 4,5 Meter tiefen Schachtes, was die Fortsetzung der Tätigkeiten verhinderte. Zur Vermeidung weiterer Arbeitsunterbrechungen wurde deshalb unmittelbar neben dem ersten mit der Grabung eines zweiten Schachtes begonnen. Somit könne nun unabhängig vom erreichten Wasserstand jederzeit gearbeitet werden, wobei die Priorität selbstverständlich auf dem ersten Schacht liege, hieß es dazu vom Landkreis Heidekreis.

Dieser zweite Schacht hat mittlerweile eine Tiefe von rund 2,5 Metern erreicht. Dabei wurden nach Landkreisangaben bis zum 5. Februar 220 weitere unbezünderte Kampfstoffgranaten geborgen und zur bundeseigenen Gesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten (GEKA) in Munster abgefahren. Zusammen mit den bisherigen 1.401 Funden aus dem Jahr 2019 liegt die Gesamtzahl nun bei 1.621 Stück. Alle bisher entdeckten Granaten waren allerdings ohne Zünder.

„Die oberen rund zwei Meter in Schacht 2 bestanden aus Betonbruch. Wie schon in Schacht 1 nimmt die Munitionsbelastung jetzt wieder zu, wenngleich das Ausmaß ganz offensichtlich geringer ausfällt. Schacht 2 soll nun auch zur lokalen Grundwasserabsenkung im benachbarten Schacht 1 genutzt werden. Momentan zeigt Schacht 1 einen Wasserstand von etwa 0,5 Metern unter der Sohle. Ab kommenden Montag, den 10. Februar, werden die Arbeiten in Schacht 1 fortgesetzt“, heißt es vom Landkreis.

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