Verhandlungen für Sanierung laufen

Erkundungsziel 6,5 Meter kann ohne Grundwasserreinigungsanlage (GWRA) nicht erreicht werden

Verhandlungen für Sanierung laufen

Seit Januar laufen die Sondierungsarbeiten im Dethlinger Teich in zwei Schächten. Die ehemalige Kieselgurgrube bei Munster, in der bis 1952 Kampfstoffe und Munition versenkt und dann mit Betonschutt und Boden abgedeckt worden sind, wird seit September vergangenen Jahres unter die Lupe genommen, zunächst mit einem Schacht, der unter großen Sicherheitsmaßnahmen gegraben wurde, um den gefährlichen Inhalt zu untersuchen und damit Erkenntnisse für eine spätere Sanierung zu erlangen (HK berichtete).

Nach Problemen mit Wasser, das auf der Sohle des ersten Schachtes stand, war ein zweiter gegraben worden. Die Sohlen der beiden Schächte liegen - bezogen auf die Oberkante Betonfußboden - aktuell bei 4,6 Meter (Schacht 1) beziehungsweise 4,1 Meter (Schacht 2). Es wird wechselweise in beiden Schächten gearbeitet.

Geborgen wurden bis zum 27. Februar insgesamt 2.552 Kampfstoffgranaten. „Die Granaten waren ausnahmslos unbezündert und ohne Führungsringe“, teilte ein Sprecher des Landkreises Heidekreis mit. „Bis auf einige ganz wenige Ausnahmen waren die Granaten ohne Leckage. Bei den Leckagen wurde jedes Mal der Hautkampfstoff Lost nachgewiesen.“ Daneben wurden einige wenige Munitionskleinteile geborgen.

„Weiterhin werden täglich 100 Kubikmeter Wasser abgefahren“, so der Heidekreissprecher weiter. „Die lokale Grundwasserabsenkung im Schacht wird durch die eingebauten Tauchpumpen erzeugt.“

Die Verhandlungen für die anschließende Sanierung laufen laut Landkreisangaben: „Derzeit sind Landes- und Bundesministerien in Kontakt.“ Die Frage stelle sich, wie es nach Ostern weitergehe; „aktuell wird das Vergabeverfahren für eine Grundwasserreinigungsanlage (GWRA) vorbereitet. Hinzu kommen diverse Detailplanungen im laufenden Jahr.“

„Aufgrund der aktuellen Situation ist davon auszugehen, dass das ‚Erkundungsziel 6,5 Meter‘ ohne die erwähnte GWRA nicht erreicht werden kann. Dies bleibt abzuwarten“, so der Heidekreissprecher.

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