„Enttäuschende Antwort“

Althusmann lehnt Forderung nach freiwilligem Moratorium ab

„Enttäuschende Antwort“

Enttäuschend findet der hiesige Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil (SPD) die Antwort des niedersächsischen Wirtschaftsministers Bernd Althusmann (CDU). Klingbeil setzt sich seit Wochen für ein freiwilliges Moratorium für die geplanten Erdgasbohrungen im Raum Bad Fallingbostel, so etwa in Dorfmark, ein.

„Ich habe den zuständigen Wirtschaftsminister mehrfach gebeten, sich für ein freiwilliges Moratorium einzusetzen, wegen der räumlichen Nähe von auffälligen Krebsfällen zur bestehenden Erdgasförderung im Landkreis Rotenburg. Dann könnten keine neuen Erkundungsbohrungen oder Förderungen von Gas- und Ölvorkommen in der Region stattfinden“, so Klingbeil. In seinem jüngsten Antwortschreiben macht Bernd Althusmann jetzt allerdings deutlich, daß er „ein Hinwirken auf eine Aussetzung von Erkundungs- und Fördermaßnahmen auch im Raum Bad Fallingbostel derzeit für unverhältnismäßig und nicht gerechtfertigt“ empfindet. „Das ist eine enttäuschende Antwort. Ich hätte mir gewünscht, daß sich Bernd Althusmann als Minister für einen vorrübergehenden Verzicht einsetzt“, so Klingbeil.

Der ehemalige niedersächsische SPD-Wirtschaftsminister Olaf Lies hatte mit den Energieunternehmen eine Vereinbarung ausgehandelt, so daß zeitweise keine Anträge auf Fracking-Maßnahmen gestellt wurden. „Olaf Lies hat seine Handlungsspielräume genutzt und eine Verhandlungslösung herbeigeführt. An diesen Weg habe ich den Wirtschaftsminister erinnert und darauf gehofft, daß er sich hierfür einsetzt“, so Klingbeil.

Jetzt bliebt nur, „die derzeit laufende Studie des Landes abzuwarten, die im Nachbarlandkreis Rotenburg die aktuelle gesundheitliche Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner in räumlicher Nähe zur Erdgasförderung untersucht“, erläutert der Bundestagsabgeordnete.

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