Hospizhaus in Dorfmark mit neuer Leitung besetzt

Dörthe Gallus übernimmt die Stelle der Einrichtungs- und Pflegedienstleitung im Hospizhaus Heidekreis

Hospizhaus in Dorfmark mit neuer Leitung besetzt

Bereits seit Februar dieses Jahres ist die Stelle der Einrichtungs- und Pflegedienstleitung im Hospizhaus Heidekreis in Dorfmark nach längerer Vakanz neu besetzt. Dörthe Gallus hat diese Aufgabe übernommen und sich bereits engagiert in die besonderen Herausforderungen dieses Hauses eingebracht.

Für das Hospiz ist es ein Glücksfall, mit der 36-Jährigen eine noch junge sowie qualifizierte, erfahrene Fachkraft bekommen zu haben. Ausgebildet als Gesundheits- und Krankenpflegerin war sie sieben Jahre im ambulanten Pflegedienst der Diakoniestation Soltau tätig, davon drei Jahre als stellvertretende Pflegedienstleitung. In dieser Zeit absolvierte sie auch einen Bachelor-Studiengang „Pflege“, um dann als verantwortliche Pflegedienstleiterin acht Jahre im Altenpflegeheim „Wasserschlösschen“ in Hermannsburg tätig zu sein.

Gallus suchte nach einer neuen besonderen Herausforderung und stellte nach einem kurzen Hospitationsbesuch in Dorfmark fest: „Ja, das ist es - mich reizt die besondere Sinnhaftigkeit dieser Aufgabe, die letzten Tage und Wochen der Gäste dieses Hauses erfüllend zu gestalten.“ Mit ihrem Dienstantritt fand sie ein sehr engagiertes Mitarbeiterteam vor, das auch in der schwierigen Zeit der Leitungsvakanz in der Fürsorge, Pflege und Betreuung mit großer Anerkennung der Gäste und deren Angehörigen gut „Kurs gehalten haben“.

Mit seinen acht Pflegeplätzen ist das Hospiz weiterhin bemüht, den Gästen in ihrem letzten Lebensabschnitt zugewandt, menschlich nah, professionell „den Tagen mehr Leben zu geben“, wie es die Begründerin der Hospizbewegung und Pionierin der Palliativmedizin formulierte.

Dazu werden den Gästen wo immer möglich letzte Wünsche erfüllt und besondere Angebote im Alltag gemacht, so etwa im Rahmen einer kleinen Malwerkstatt, einem Violinkonzert am Nachmittag oder der Auftritt des Dorfmarker Posaunenchors in dem Garten des Hauses. Das Gäste-buch gibt die Dankbarkeit der Angehörigen und Gäste in dieser Zugewandtheit eindrucksvoll wieder.

Für Familien, denen der Hospizgedanke zunächst fern ist, ist die Überlegung, einen lieben Menschen in ein Hospizhaus „abzugeben“ nicht leicht. Doch letztlich spüren sie sehr bald die befreiende Entlastung, sich ganz auf gute Gespräche und ein fürsorgliches Dasein für den Sterbenden konzentrieren zu können. Im Vorfeld bietet Gallus daher für Interessierte die Vereinbarung eines Besuchstermines an: „Jeder kann sich bei uns informieren“.

Aktuelle Herausforderung für das Hospiz wird die Gestaltung des Gartens zu einem „Wohlfühlort“ für Gäste und Angehörige sowie zu einem „Ort der Begegnung“ sein. Für all das ist das Hospizhaus auf hilfreiche Spenden angewiesen und hofft auf Unterstützung.

Spendenkonto: Hospizhaus Heidekreis (unselbständige Stiftung), Volksbank Lüneburger Heide; IBAN DE88 2406 0300 2463 4611 00 / BIC GENODEF1NBU; Stichwort: „Spende Hospiz“.

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