„Höchst unwirtlicher, heilloser Erdstrich“: Frühe Reiseberichte über die Heide

Wolfgang Brandes liest am 13. März im Heimathaus Dorfmark frühe Reiseberichte über die Lüneburger Heide

„Höchst unwirtlicher, heilloser Erdstrich“: Frühe Reiseberichte über die Heide

Wolfgang Brandes wird am Freitag, dem 13. März, um 19.30 Uhr im Heimathaus Dorfmark aus frühen Reiseberichten über die Lüneburger Heide lesen, in denen die Region nicht besonders gut wegkommt. Er wird aber auch einen Ausblick auf einige der Autoren geben, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts allmählich ein positiveres Bild dieser Landschaft vermittelten. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung des Heimatvereins Dorfmark ist frei.

Fast selbstverständlich erscheint es heute, von der Lüneburger Heide als dem „wunderschönen“ Löns-Land zu sprechen. Dagegen war es im 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts üblich, die „berüchtigte Heide“ als einen „höchst unwirtlichen, heillosen Erdstrich“ zu bezeichnen. Wer gezwungen war, durch die Lüneburger Heide zu reisen, war heilfroh, wenn die „deutsche Sahara“ hinter ihm lag und er in der Elbmarsch wieder freundliche, hellere Orte und fruchtbare Ebenen erreicht hatte.

Eine dieser Reisenden war Fürstin Pauline zur Lippe (1769-1820), die von den Eindrücken zu einer Umdichtung von Goethes berühmten Mignon-Lied angeregt wurde: „Kennst du das Land, wo grau die Heide kriecht / Wo selten nur des Phöbus Lächeln siegt / Wo nur die dunckle Tanne sich bewegt, / Und immer sich ein kalter Nordwind regt? / Kennst du es wohl, so laß uns fliehn / Hinweg, hinweg, laß uns von dannen ziehn. / Hinweg, hinweg!“

Logo