Hospizhaus Dorfmark: Entwicklung übertrifft die Erwartungen

Verantwortliche ziehen nach drei Jahren Bilanz / Gartenumgestaltung und Einbindung von Ehrenamtlichen aktuelle Themen

Hospizhaus Dorfmark: Entwicklung übertrifft die Erwartungen

Auf der sonnigen Terrasse des Hospizhauses Heidekreis in Dorfmark herrschte jüngst Einigkeit: „Wir sind mit unserem Angebot im Heidekreis angekommen“, freuten sich die Verantwortlichen. Anwesend bei diesem Austausch und Resümee über „Drei Jahre Hospizhaus Heidekreis“ waren Alexandra Clausing, kommissarische Einrichtungsleiterin, Hubertus Greiner, Kurator des Hauses, sowie Mitglieder des Vorstandes des Vereins Hospizhaus Heidekreis um dessen Vorsitzenden Dr. Sirus Adari. Ebenfalls mit von der Partie war Anke Höppner aus der Niederlassung Regionalzentrum Nord in Bremen.

„Wo stehen wir, wo wollen wir hin und wo sehen wir unsere Perspektiven?“ - unter diesem Motto gab Hubertus Greiner einen Überblick über die aktuelle Situation. In wirtschaftlicher Hinsicht kann das Haus trotz vielfältiger Bemühungen und diverser Unterstützer auch im dritten Jahr noch nicht gänzlich kostendeckend geführt werden. Dennoch übertrifft die bisherige Entwicklung der Einrichtung die Erwartungen der „Macher“: „Dies liegt unter anderem auch an dem nach wie vor großen Interesse der Öffentlichkeit am Hospiz. Die Einbindung in den Heidekreis und die Nachbarschaft ist hervorragend - wie unter guten Nachbarn“, betonte Alexandra Clausing. „Auch viele Spenden sind bereits eingegangen“, freute sich die kommissarische Einrichtungsleiterin und würdigte das Engagement aller Unterstützer.

„Dankenswerter Weise ist auch die Begleitung der Gäste inzwischen durch vier engagierte Palliativmediziner sichergestellt“, berichtete Dr. Sirus Adari. Und weiter: „Die tägliche Visite im Haus unterscheidet uns von anderen Hospizen. Wir können so sehr schnell auf sich ändernde Situationen reagieren und dafür sorgen, dass die Gäste frei von belastenden Symptomen und Schmerzen sind. Die Begleitung erfolgt intensiv und engmaschig.“ Als Initiator des Projektes liegt ihm das Hospizhaus nach wie vor sehr sehr am Herzen.

Beim Ortstermin ging es auch gemeinsam in den Garten, denn aktuell laufen die Planungen zur Gartenumgestaltung. Vorgesehen ist eine Wegführung mit kleinen Stationen, die Abwechslung bieten und zum Verweilen einladen sollen. Darüber hinaus ist auch eine größere Freifläche für öffentliche Veranstaltungen angedacht, so zum Beispiel für Gottesdienste oder Konzerte. Kleinere oder größere Teilabschnitte könnten durch Spenden finanziert werden. „Da diese Umgestaltung sehr kostenintensiv ist, sind wir hier natürlich auch auf Spenden angewiesen“, erklärte Hubertus Greiner. „Neben der Tatsache, dass wir aufgrund der Kostenregelungen durch die Krankenkassen einen Eigenanteil von fünf Prozent selbst oder durch Spenden aufbringen müssen. Immerhin sind das für das Hospizhaus Heidekreis jährlich rund 80.000 Euro. Ein Teil dieser Summe wird aus Spenden finanziert - aber auch besondere Wünsche der Gäste oder Fortbildungen für Ehrenamtliche“, fügte er hinzu.

Einen weiteren Schwerpunkt sieht die kommissarische Leitung des Hauses auch in der Einbindung von Ehrenamtlichen. Auch dies soll ein wichtiges Thema für die nahe Zukunft sein. „Mögliche Tätigkeiten reichen über kleinere Arbeiten in der Hauswirtschaft, zum Wohl der Gäste, bis hin zu Arbeiten im Garten - auch für kleinere Teilbereiche. Interessierte Menschen können sich gern bei uns melden oder einfach anrufen“, so Clausing.

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