K.O.-Tropfen im Blut? 42-Jähriger verwirrt auf der Autobahn 7 unterwegs

Polizeibeamte setzen Stop-Stick-System ein, weil Fahrer nicht anhält

K.O.-Tropfen im Blut? 42-Jähriger verwirrt auf der Autobahn 7 unterwegs

In der Nacht von Freitag, 30. Dezember, auf Samstag, 31. Dezember, fiel ein 42-jähriger Mann aus Hamburg auf der Autobahn 7 wegen seiner Fahrweise gleich mehreren Verkehrsteilnehmern auf. „Zwischen den Anschlussstellen Egestorf und Dorfmark kam er wiederholt von der Fahrbahn ab und touchierte mit seinem Pkw die dortige Schutzplanke. Außerdem wechselte er augenscheinlich willkürlich und ohne vorheriges rechtzeitiges Ankündigen die Fahrstreifen und fuhr schlussendlich nur noch mit einer Geschwindigkeit von rund 55 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn“, heißt es im Bericht der Einsatzleitstelle der Polizeiinspektion Heidekreis.

Mehrere Anhalteversuche seitens der Polizei mit Signalanlage sowie eingeschaltetem Blaulicht habe der Fahrzeugführer missachtet, sodass dieser letztlich durch den Einsatz des sogenannten Stop-Stick-Systems, unter Ausschluss der Gefährdung Dritter, gezielt habe gestoppt werden müssen.

Stop-Sticks sind etwa einen Meter lange, dreieckige Kunststoffröhren, in denen sich spitze Hohlröhrchen befinden. An den Stop-Sticks ist eine Nylonschnur befestigt, so dass sie quer zur Fahrbahn auf die Straße geworfen werden können. Fährt ein Fahrzeug darüber, wird der Plastikstab zusammengedrückt und die darin enthaltene Nagelsperre mit teflonbeschichtete Hartmetallröhrchen kann in den Reifen eindringen. In rund zehn Sekunden entweicht die Luft kontrolliert aus den Reifen, das Fahrzeug bleibt lenkbar.

Der Einsatz des Systems auf der A 7 gelang, „zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des nachfolgenden Fahrzeugverkehrs kam es hierbei nicht“, teilt die Einsatzleitstelle mit. Bei der Ansprache des gestoppten Fahrers habe sich dieser „überrascht“ gezeigt. „Auf die eingesetzten Beamten machte er einen verwirrten und unkonzentrierten Eindruck. Bei der anschließenden Überprüfung der Fahrtauglichkeit stellte sich heraus, dass der Beschuldigte unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand“, heißt es im Polizeibericht. Außerdem habe der Mann den Konsum von sogenannten K.O.-Tropfen eingeräumt.

Die Polizeibeamten leiteten mehrere Strafverfahren ein und stellten den Führerschein des 42-Jährigen sicher. Als Beweismittel für das Verfahren wurde außerdem eine Blutprobe veranlasst.

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