Fledermausabende: Gefährdete Tierartengruppe hautnah erleben

Im Walderlebnis Ehrhorn die Lebensweise der kleinen „Kobolde der Nacht“ kennenlernen

Fledermausabende: Gefährdete Tierartengruppe hautnah erleben

Das Walderlebnis Ehrhorn veranstaltet wieder spannende „Nächte der Fledermäuse“. Die Termine sind am 28. Juni von 20.30 bis 22.30 Uhr und am 26. Juli von 21 bis 23 Uhr sowie am 30. August von 21 bis 23 Uhr. Die Anmeldung für die kostenpflichtigen Veranstaltungen läuft über die Schneverdingen-Touristik, Rathauspassage 18, Telefon (05193) 93800.

Fledermäuse stehen als besonders gefährdete Tierartengruppe im Fokus des Naturschutzes. Sie sind nach dem Bundesnaturschutzrecht streng geschützte Arten und in die europäische FFH-Richtline aufgenommen worden. Diese Tierartengruppe macht die Bedeutung des Naturschutzes in der Forstwirtschaft besonders deutlich.

Annika Böhm, Försterin im Forstamt Sellhorn und Leiterin des Walderlebnis Ehrhorn erklärt: „Zwar besetzen die kleinen Säugetiere auch andere Lebensräume, aber der Wald nimmt für die meisten Arten die zentrale Stellung ein: In Baumhöhlen beginnt ihr Leben in den Wochenstuben der Weibchen, als Sommerquartier sind Höhlen und Rindenspalten für fast alle Arten wichtig. Typische Waldfledermäuse sind beispielsweise das Braune Langohr, die Bechstein-, Mops- oder die Rauhhautfledermaus. Die beiden Abendseglerarten überwintern sogar in Baumhöhlen. Selbst ausgesprochene ‚Gebäudefledermäuse‘ wie das Große Mausohr, die Breitflügelfledermaus oder Zwergfledermaus suchen den Wald auf, denn er ist als Jagdrevier wichtig“.

Diese Lebensräume finden sich idealerweise alle in Ehrhorn; das Walderlebnis Ehrhorn, umgeben von alten Eichen, dem Wald der Ehrhorner Dünen und ausgedehnten Freiflächen ist die Heimat vieler Fledermausarten.

„Beim Fledermausabend wird die Lebensweise der kleinen ‚Kobolde der Nacht‘ erklärt und anschließend gehen die Teilnehmer auf die Fledermauspirsch um die fliegenden Säugetiere bei der Jagd zu beobachten und mit Hilfe sogenannter Bat-Detektoren zu bestimmen“, ergänzt Annika Böhm.

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