Bedeutung der Pilze im Klimawandel | Aktuelle Nachrichten und Informationen

NABU-Exkursion mit Pilzexperten Jörg Albers in der Lüneburger Heide

Bedeutung der Pilze im Klimawandel

Pilzexperte Jörg Albers begleitet eine Exkursion in der Lüneburger Heide, zu welcher der NABU Heidekreis für den 29. August einlädt. Bei der rund dreistündigen Tour im Naturschutzgebiet geht der Fachmann der wichtigen Frage nach, wie der Klimawandel die Struktur der Lebens­gemeinschaften in Wäldern, Forsten, Parks und Alleen verändert. Wer diese komplexen Zusammenhänge kennenlernen und den Veränderungen in der heimischen Funga nachspüren möchte, sollte sich um 10 Uhr auf dem Parkplatz auf der Höhe von Einem an der L211 zwischen Ehrhorn und Niederhaverbeck einfinden. Da die Teilnehmerzahl auf 25 Personen begrenzt ist, sollten sich Interessierte vorher bei Dr. Antje Oldenburg vom NABU unter der Telefonnummer (05164) 801113 anmelden.

Sie bereiten gebraten und geröstet Gaumenfreuden, lassen das Bier schäumen und die Brötchen aufgehen. Sie sorgen für kulinarische Genüsse, für Rauschzustände und Todes­krämpfe und retten Millionen von Kranken das Leben: Pilze sind wahre Wunderwerke der Natur, die durch eine enorme Farben- und Formenvielfalt bestechen. Die einen haben ge­wölbte, glockige oder kegelige Hüte, andere sind wie Knollen, Korallen, Keulen oder Kon­solen geformt. Mal kommen sie schleimig, mal staubtrocken daher, riechen nach Aas, Anis oder Apfel, nach Marzipan, Mehl oder Most. Sie haben Lamellen, Röhren, Stacheln oder Stoppeln, wachsen an Wegrändern und auf Wiesen, an Stämmen und Stümpfen, zersetzen organische Substanzen, bilden Symbiosen oder leben als Parasiten.

Galten Pilze früher als sinistre Gestalten, die eine Aura des Mysteriösen umgab und ins Reich der Hexen, Teufel und Geister verbannt wurden, sind sie heute aufgrund ihrer herausragenden ökologischen Bedeutung zu einem ebenso faszinierenden wie interessanten Forschungsobjekt geworden. Der Klimawandel hat enormen Einfluss auf die Welt der Pilze, denn höhere Temperatu­ren, Dürreperioden, Starkregenereignisse und vieles mehr sorgen für Stress – bei Bäumen ebenso wie bei Pilzen, denen als Symbiose-Partner sowie als Besiedler und Zersetzer von Holz und abgestorbenem pflanzlichem Material aller Art eine Schlüsselrolle zukommt.