Bescherung in Afghanistan: „In jedem Paket steckt für uns ein Stück Heimat“

Gelungene Weihnachtsüberraschung: Heideflieger aus Faßberg in Masar-e Scharif freuten sich über Päckchen

Bescherung in Afghanistan: „In jedem Paket steckt für uns ein Stück Heimat“

Über eine gelungene Weihnachtsüberraschung freuten sich zum Fest die Einsatzsoldaten der „Heideflieger“ in Afghanistan: Einen Tag vor Heiligabend trafen weihnachtlich verpackte Präsente in Masar-e Scharif ein. Verantwortlich für diese „Lieferung“ waren die Gemeinde Faßberg, der Landkreis Celle sowie zahlreiche ehrenamtliche Unterstützer. Diese kleine Geste zur Weihnachtszeit sorgte bei den Soldatinnen und Soldaten des 1. Einsatzkontingents NH90 für große Begeisterung. Freudestrahlend nahmen die Heeresflieger die Weihnachtspäckchen entgegen. Sie waren gefüllt mit Stollen, Lebkuchen und kleinen Basteleien. Letztere hatten Mädchen und Jungen aus Kitas und Grundschulen mit großem Eifer angefertigt. Auch Geschäftsleute und Einkaufsmärkte unterstützten die Aktion.

Fernab von ihren Familien versuchten die Soldatinnen und Soldaten des 1. Einsatzkontingents NH90 mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln eine weihnachtliche Atmosphäre zu schaffen. Da durften natürlich ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum sowie ein klassisches Weihnachtsessen nicht fehlen. „Kreativität und Improvisationstalent sind dabei enorm wichtig“, betonte der Chef der Luftfahrzeugtechnik im Feldlager „Camp Marmal“. Dabei hätten die Weihnachtspäckchen aus der Heimat eine ganz besondere Bedeutung für die Beschenkten: „Es zeigt, dass sich jemand Gedanken gemacht hat und an uns denkt. Mehr Wertschätzung ist kaum möglich. In jedem Paket steckt für uns ein Stück Heimat“, so der Major.

In den vergangenen Jahren hat die Bundeswehr massiv in die digitale Infrastruktur in den Einsatzländern investiert. In allen Unterkunftsbereichen steht deshalb kostenloses Internet über WLAN bereit. „Die Verbindung ist hervorragend. Meine Bescherung war in diesem Jahr digital“, berichtet der Chef der Luftfahrzeugtechnik. Wie viele seiner Kameradinnen und Kameraden hat er zu Weihnachten gemeinsam mit seiner Familie die Geschenke per Videotelefonie ausgepackt. Die Trennung von der Familie über die Weihnachtsfeiertage wurde dadurch etwas erträglicher.

Natürlich ist die Corona-Pandemie auch im Einsatz Thema, die Sorge um die Angehörigen daheim allgegenwärtig. „Dass sich Freunde oder Verwandte, aber auch Kameraden im Einsatz anstecken könnten, das beschäftigt hier jeden“, schildert der Major. Umso wichtiger sei der Kontakt mit den Liebsten daheim, insbesondere an den Feiertagen. Auf diese Weise gebe es Sicherheit und Zuversicht, Familie sowie Freundinnen und Freunde nach dem Einsatz gesund begrüßen zu können.

„Die Verbundenheit mit den Menschen aus unserer Heimat gibt uns den Rückhalt und die Kraft, um den Entbehrungen im Einsatz standzuhalten. Deswegen freut es uns umso mehr, wenn die Gemeinde Faßberg, der Landkreis Celle und alle freiwilligen Helfer in dieser Zeit an uns denken“, so der Chef der Luftfahrzeugtechnik im Feldlager stellvertretend für die Faßberger Einsatzsoldaten.

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