Humanitäre Hilfe mit Hubschraubern

Humanitäre Hilfe ist das Hauptthema des Tages der Bundeswehr in Faßberg, der am 15. Juni auf dem Plan steht. Die Organisatoren bitten Besucher darum, wichtige Sicherheitshinweise zu beachten.

Humanitäre Hilfe mit Hubschraubern

Zum zweiten Mal gibt es im Rahmen des Tages der Bundeswehr, der in diesem Jahr am 15. Juni bundesweit an 14 Standorten auf dem Programm steht, eine Großveranstaltung in Faßberg. „Zugleich ist es uns eine Ehre, daß wir das Ende der Berliner Luftbrücke vor 70 Jahren in diesem großen Rahmen feiern dürfen. Wir möchten mit der Erinnerung an dieses einmalige Jubiläum Dank sagen an unsere ehemaligen Kriegsgegner, damaligen Freunde und heutigen Verbündeten und den Menschen gedenken, die im Rahmen der Luftbrücke zur Bewahrung der Freiheit von Berlin ihr Leben gelassen haben. Das ist auch der Grund dafür, daß wir wesentliche Teile des Flugprogramms dem Thema militärischer Lufttransport zur humanitären Hilfeleistung gewidmet haben“, so Oberst Georg von Harling, Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe in Faßberg und Standortältester in seinem Grußwort.

Bei guten Wetterbedingungen werden bis zu zu 60.000 Besucher auf dem Fliegerhorst erwartet. Auch politische Prominenz hat sich angekündigt: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird anläßlich des Tages der Bundeswehr eine Rede halten. Von historischen Maschinen des Typs DC-3 und DC-4, die in Faßberg landen, bis hin zum modernen Kampfhubschrauber Tiger werden die verschiedensten Luftfahrzeuge zu bestaunen sein. Neben einer statischen Ausstellung am Boden gibt es im Laufe des Tages auch Flugvorführungen. Unter anderem werden ein Transportflugzeug A400M und ein Eurofighter in Aktion zu sehen sein. Mit NH90-Hubschraubern wird ein Rettungseinsatz präsentiert, ebenso wird mit dem Hubschrauber CH-53 ein Deichverteidigungsszenario simuliert (HK berichtete).

Wegen des erwarteten Andrangs bitten die Veranstalter die Besucher, die ausgewiesenen Parkplätze anzufahren und von dort aus die kostenlosen Shuttlebusse zu nutzen. Dieser Service wird von 8 bis etwa 19 Uhr angeboten. Eine Zufahrt zum Fliegerhorst Faßberg wird nicht möglich sein, weder mit dem Pkw noch mit einem Fahrrad. Auch Fußgänger werden nicht durchgelassen. Neben herkömmlichen Bussen werden auch Niederflurbusse eingesetzt, um Menschen mit Behinderung auf das Veranstaltungsgelände zu fahren. Besucherinnen und Besucher aus Faßberg sowie Gäste, die mit dem Fahrrad oder Motorrad anreisen, können bis zur Lerchenschule in Faßberg fahren und von dort aus einen der Busse nehmen.

Hier die verschiedenen Parkmöglichkeiten: Parkplatz Trauen, Faßberger Straße, Munster-Trauen; Parkplatz Herrenbrücke, Müdener Weg, Faßberg; Parkplatz Schmarbeck, Faßberg-Schmarbeck; Parkmöglichkeit für Fahrräder und Motorräder: Lerchenschule Faßberg, Lerchenweg 1, Faßberg-Schmarbeck. Allen Interessierten, die eine weitere Anreise haben, empfiehlt die Bundeswehr grundsätzlich, die Züge der Deutschen Bahn und des Metronom beziehungsweise des Erixx bis zu den Bahnhöfen in Unterlüß oder in Munster zu nutzen. Auch von diesen Bahnhöfen wird es einen kostenlosen Shuttleservice geben. Einlaß zum Tag der Bundeswehr in Faßberg ist bereits ab 9 Uhr, offizieller Beginn um 10 Uhr. Von 10.30 bis 12 Uhr wird das erste Flugprogramm geboten. Um 13 Uhr wird Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen ihre Rede halten. Von 14 bis 15.30 Uhr präsentieren die Soldatinnen und Soldaten das zweite Flugprogramm des Tages. Ab 16 Uhr heben die historischen „Rosinenbomber“ ab in Richtung Berlin, und eine Stunde später endet die Großveranstaltung. Den ganzen Tag über wird es ein buntes Rahmenprogramm mit vielen Aktivitäten und Aktionen auf dem Freigelände und in den Hallen geben.

Übrigens: Zum großen Thema „70 Jahre Luftbrücke“ läuft in Halle 11A eine besondere Ausstellung. Dort werden sich die Deutsche Fernsehlotterie, „Care Deutschland“, das Militärhistorische Museum der Luftwaffe in Gatow, das Alliiertenmuseum Berlin und das Luftbrückenmuseum Faßberg präsentieren. Auf der Freifläche vor der Halle wird eine Dakota der Royal Air Force zu bestaunen sein. In Halle 11 stellen sich verschiedene Vereine und Organisationen vor, während in Halle 12 das Thema „Ausbildung bei der Bundeswehr“ im Vordergrund steht. Und auch in diesem Jahr macht das Karrieredorf der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Station. „Neben dem historischen Thema 70 Jahre Luftbrücke wird es sehr unterschiedliche Einblicke in das Aufgaben- und Funktionsspektrum der militärischen und zivilen Teile der Bundeswehr geben“, erläutert Oberst von Harling. Damit bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung alles „rund“ läuft, bittet der Sicherheitsbeauftragte des Standortes Faßberg alle Besucherinnen und Besucher darum, einige Sicherheitshinweise zu beachten. So dürfen Hunde und andere Haustiere nicht auf das Veranstaltungsgelände mitgenommen werden. Das gilt auch für eine Reihe von Gegenständen. Eine Auflistung gibt es im Internet unter www.tag-der-bundeswehr.de unter den Links „Standort Faßberg“ und „Informationen“. An allen Parkplätzen und Einstiegsstellen der Shuttlebusse werden am 15. Juni Schilder stehen, die auf die verbotenen Gegenstände hinweisen.

Am Einlaßbereich zum Veranstaltungsgelände wird der Ordnungsdienst in Zusammenarbeit mit der Polizei Kontrollen vornehmen. „Ein Versuch des Einbringens verbotener Gegenstände und Sachen kann das Verwehren des Zutritts zur Veranstaltung zur Folge haben“, so der Sicherheitsbeauftragte.

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