17.000 Euro weg: Mann aus Fintel geht Betrügerin auf den Leim

Romance-Scamming: Polizei warnt vor besonders perfider Betrugsmasche

17.000 Euro weg: Mann aus Fintel geht Betrügerin auf den Leim

„Versprochen wird die große Liebe, das schnelle Geld oder der Traumjob - doch hinter den verlockenden Angeboten steckt häufig so genanntes Scamming“, wissen die Beamtinnen und Beamten der polizeilichen Kriminalprävention des Landes und des Bundes. Besonders perfide „und für die Opfer mit hohem emotionalem Stress verbunden“ sei das so genannte Love- oder Romance-Scamming. Auf diese besonders üble Masche ist in den vergangenen Monaten ein Mann aus der Samtgemeinde Fintel hereingefallen. Laut Polizeibericht ist er einer unbekannten Betrügerin auf den Leim gegangen, die ihn um sein Erspartes, 17.000 Euro, gebracht habe.

Über eine Dating-Plattform hatte der Finteler im August vergangenen Jahres eine Frau kennengelernt. „Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine emotionale Bindung. Als das Vertrauensverhältnis aufgebaut war, folgte der betrügerische Part des Kontaktes“, so ein Polizeisprecher. Und weiter: „Die Frau gab an, Gold nach Deutschland ausführen zu wollen. Dazu müsse zuvor jedoch eine Gebühr an den Staat Ghana gezahlt werden. Geschickt brachte die Frau den Mann dazu, 17.000 Euro zu überweisen. Als ihm der Betrug bewusst wurde, war es zu spät. Er erstattete eine Strafanzeige und dürfte sein Erspartes vermutlich verloren haben.“

Die polizeiliche Kriminalprävention des Landes und des Bundes warnt immer wieder vor dieser Betrugsmasche: „In Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken sind die Scammer auf der Suche nach potenziellen Opfern. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft - und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihren Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Denn die virtuellen Partner geben zum Beispiel vor, bei einer Geschäftsreise nach Westafrika in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Auch gestohlene Koffer und Pässe, unbezahlter Lohn oder eine unbezahlte Hotelrechnung sollen das ahnungslose Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen. Und viele tun es auch, schließlich sind sie zu diesem Zeitpunkt schon von ihrem Internet-Partner beziehungsweise ihrer Internet-Partnerin emotional abhängig.“

Weitere Infos zum Thema finden Interessierte im Internet (https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/).

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