Polizeibeamte beschlagnahmen große Mengen Schmuck - Geschädigte gesucht

Göttinger Ermittlern gelingt Schlag gegen überregional operierende Bande / Täter wohl auch in Soltau aktiv

Polizeibeamte beschlagnahmen große Mengen Schmuck - Geschädigte gesucht

Gerade erst gab es einen weiteren Einsatz hiesiger Kräfte des Behördennetzwerks „Räderwerk“ im Heidekreis, da vermeldet die Polizei Göttingen einen Schlag gegen eine Bande, die offensichtlich auch im Landkreis Heidekreis operiert hat. Nun suchen die Ermittler die Besitzerinnen und Besitzer von einer Fülle von Schmuckstücken, Uhren und anderen Gegenständen, die eventuell auch aus Soltau stammen könnten.

Bereits seit April vergangenen Jahres führt der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Göttingen unter Leitung der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Clankriminalität in Braunschweig ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbs- und bandenmäßigen Trickdiebstahls und Betruges gegen sieben in Göttingen sowie im angrenzenden Landkreis Northeim wohnende Personen.

„Den beiden Frauen und fünf Männern im Alter von 29 bis 65 Jahren wird vorgeworfen, Kaufgesuche, zum Beispiel für gebrauchte Möbel, Instrumente, Elektrogeräte, Schmuck und andere Dinge in Zeitschriften für den Bereich Hannover, Wolfsburg, Goslar und Soltau aufgegeben zu haben. Im Rahmen der Ankaufprozesse, die bei den Verkäufern zu Hause stattgefunden haben, wurde nach Stand der Ermittlungen zielgerichtet Schmuck unter Wert angekauft oder den Geschädigten in einem Augenblick der Unachtsamkeit entwendet“, teilt eine Sprecherin der Polizeiinspektion (PI) Göttingen mit. Die sieben dringend Tatverdächtigen seien auf freiem Fuß. Die Ermittlungen gegen sie dauerten an.

Bei den Zeitschriften und Zeitungen, in denen die Tatverdächtigen Kaufgesuche inseriert hatten, handelt es sich um Presseerzeugnisse aus den Regionen Wolfsburg, Hannover, Goslar und Soltau. Auch im Heide-Kurier hatten die Tatverdächtigen Inserate geschaltet (siehe dazu „In eigener Sache“ unten).

Im Rahmen von Durchsuchungsmaßnahmen auf Anordnung des Amtsgerichts Braunschweig hatten die Göttinger Ermittler eine Vielzahl von Schmuckgegenständen verschiedenster Art, darunter unter anderem Ringe, Anhänger, Ketten, Ohrringe, Uhren sowie auch Münzen beschlagnahmt, bei denen es sich, so die Vermutung, um Diebesgut handeln könnte.

„Die Schmuckstücke konnten aber bislang keinen Straftaten zugeordnet werden. Aus diesem Grund ist die Polizei Göttingen nun auf der Suche nach weiteren Geschädigten, die die Diebstähle vielleicht noch nicht bemerkt oder aber bislang nicht bei der Polizei zur Anzeige gebracht haben. Die Ermittler schließen nicht aus, dass die Gegenstände aus Taten in den Regionen Wolfsburg, Hannover, Goslar oder auch Soltau stammen könnten“, so die Sprecherin der PI Göttingen.

Zur Ermittlung weiterer Geschädigter beziehungsweise auch Tatorte fertigten Beamtinnen und Beamte rund 60 Fotoaufnahmen des beschlagnahmten Schmucks an, die ab sofort auf der Internetseite der Polizeiinspektion Göttingen zu sehen sind unter https://fcld.ly/eigentuemer-gesucht.

Wer Fragen hat, oder sachdienliche Hinweise geben kann, kann sich an die jeweils örtlich zuständigen Polizeidienststellen - in Soltau unter Ruf (05191) 93800 - sowie an die ermittelnde Polizei in Göttingen, Telefon (0551) 4912115, wenden.

In eigener Sache: HK reagiert auf wiederholte Betrugsversuche

Der Heide-Kurier reagiert auf wiederholte Betrugsversuche mit kriminellem Hintergrund im Bereich der Kleinanzeigen und hat zum 1. Januar 2023 die Geschäftsbedingungen hierfür geändert: Demnach können private Kleinanzeigen nur noch von Inserenten aufgegeben werden, die im Verbreitungsgebiet des Heide-Kuriers wohnen. Ferner werden Anzeigen, die als private Kleinanzeigen aufgegeben werden, aber wegen ihrer Inhalte als gewerbliche Anzeigen zu werten sind, nicht zum Kleinanzeigen-, sondern zum gewerblichen Millimeterpreis berechnet. Private Kleinanzeigen werden außerdem auf ihren Inhalt geprüft und bei dubiosen Angeboten und Inhalten behält sich der Verlag vor, diese nicht abzudrucken.

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