Gespräch zur Amerikalinie

Klingbeil: „Brauchen übergesetzlichen Lärmschutz“

Gespräch zur Amerikalinie

Auf Initiative von Lars Klingbeil gab es kürzlich ein Gespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Städte Munster, Soltau und Visselhövede und der Deutschen Bahn in Hannover. Dabei ging es insbesondere um den als Amerikalinie bezeichneten Streckenabschnitt zwischen Langwedel und Uelzen.

Im Zuge des Ausbaus der Schienenwege von den Seehäfen nach Süden (Alpha-E) soll auch der Abschnitt zwischen Langwedel und Uelzen erweitert werden. Grund für den heimischen Bundestagsabgeordneten, einen Austausch zwischen den vom Ausbau betroffenen Kommunen, der Bahn und ihm zu initiieren. „Wir brauchen für große Infrastrukturprojekte wie Alpha-E die Akzeptanz der Bevölkerung. Mir ist es daher wichtig, dass die Anliegen betroffener Kommunen möglichst frühzeitig bei den Planungen berücksichtigt werden“, so Klingbeil.

Der SPD-Politiker werde von Anwohnerinnen und Anwohnern immer wieder auf Alpha-E angesprochen und auf mögliche Bedenken im Zuge des Großprojektes hingewiesen. So reisten Christina Fleckenstein und Rudolf Horst aus Munster, Helge Röbbert, Andreas Steinau und Daniel Gebelein aus Soltau sowie Ralf Goebel aus Visselhövede und Klingbeil kürzlich nach Hannover, um sich über die aktuellen Planungen mit der Bahn auszutauschen.

Die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Manuela Herbort, sowie weitere Vertreter des DB Konzerns informierten die Delegation aus dem Heidekreis und Landkreis Rotenburg darüber, dass die europaweite Ausschreibung der Planung für die Amerikalinie in Kürze beginne. Dabei gehe es um Vorplanungen, wie etwa eine Analyse des Zustands der Streckenabschnitte und der örtlichen Begebenheiten. In einem weiteren Schritt will die Bahn dann voraussichtlich 2021 Gespräche mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der betroffenen Kommunen führen, in denen auch benötigte Übergänge, Rettungswege und der Lärmschutz thematisiert werden sollen. Da die Genehmigungsprozesse viel Zeit in Anspruch nehmen würden, sei mit einem tatsächlichen Ausbau eher in zehn Jahren zu rechnen, so die Prognose der Bahn. Bereits jetzt in der Planungsphase sei aber ein Einbezug der Kommunen enorm wichtig, verdeutlichte Klingbeil.

Die Amerikalinie soll für den Schienengüterverkehr ausgebaut werden. Dafür ist die Errichtung von insgesamt neun Kreuzungsbahnhöfen geplant. Zudem soll die Strecke elektrifiziert werden. Klingbeil und die Vertreterinnen und Vertretern aus Munster, Soltau und Visselhövede betonten bei dem Gespräch in Hannover, dass die Bedingungen des Dialogforums Schiene Nord zum übergesetzlichen Lärmschutz eingehalten werden müssen. „Sobald dazu zwischen den Kommunen und der Bahn Einigkeit herrscht, stimmen wir im Bundestag ab. Meine Position ist klar: Wir brauchen einen übergesetzlichen Lärmschutz. Nur wenn die Bedingungen der Region erfüllt werden, kann dieses Projekt gelingen“, unterstreicht Klingbeil.

Über Sanierungsprojekte sprach die Runde ebenso und es wurden auch erste Schritte dazu vereinbart. „Der Ausbau des Schienenverkehrs bei einem gleichzeitigen übergesetzlichen Lärmschutz, Zuverlässigkeit des ÖPNV, barrierefreie Bahnhöfe – das alles steigert die Attraktivität von ländlichen Regionen. Hier müssen wir die richtigen Weichen für die Zukunft stellen, um nicht abgehängt zu werden“, fasste der Bundestagsabgeordnete zusammen.

Bei dem Gespräch in Hannover haben alle Beteiligten darüber hinaus vereinbart, sich regelmäßig auszutauschen, um über aktuelle Planungsstände zu sprechen und die Abstimmungen bei Vorhaben zu verbessern.

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