Keine Gäste aus Gütersloh und Warendorf

Beherbergungsverbot gilt nicht für Urlaube, die vor dem 11. Juni begonnen wurden

Keine Gäste aus Gütersloh und Warendorf

Touristen aus den Landkreisen Gütersloh und Warendorf dürfen aktuell nicht in der Lüneburger Heide übernachten: Die niedersächsische Landesregierung hat beschlossen, die Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus um ein Beherbergungsverbot für Personen aus den beiden nordrhein-westfälischen Kreisen zu ergänzen. „Damit ist es Betreiberinnen und Betreibern von Beherbergungsstätten wie Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen in Niedersachsen ab Freitag nicht mehr erlaubt, Personen unterzubringen, die ihren ersten Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt im Kreis Gütersloh oder im Kreis Warendorf haben“, teilt das Gesundheitsministerium mit. Eine Ausnahme gibt es für Gäste, die einen aktuellen negativen Coronatest vorlegen können. Und auch Urlauber, die bereits vor dem 11. Juni angereist sind, dürfen bleiben.

Die Landesregierung reagiert mit dieser Regelung auf den Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb im Kreis Gütersloh und das damit verbundene Infektionsgeschehen. In den genannten Kreisen wurde der von Bund und Ländern festgelegte Schwellenwert für Neuinfektionen von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in einem Zeitraum von sieben Tagen deutlich überschritten: Im Kreis Gütersloh beträgt die Sieben-Tages-Inzidenz mit Stand vom 24. Juni laut Robert-Koch-Institut (RKI) 270,3 Fälle pro 100.000 Einwohner, im Kreis Warendorf sind es 66,2 Fälle pro 100.000 Einwohner. „Vor dem Hintergrund, dass andere Ferienländer wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern als Urlaubsregionen für Menschen aus den diesen Kreisen nicht mehr in Betracht kommen, wäre ein Ausweichen auf Niedersachsen zu befürchten gewesen“, so das Gesundheitsministerium weiter.

Wer aus den betroffenen Kreisen kommt und dennoch einen Urlaub in Niedersachsen antreten möchte, kann ein ärztliches Zeugnis vorlegen, das einen negativen Test auf Covid-19 bescheinigt. Für diese Personen gilt das Beherbergungsverbot dann nicht.

Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann erklärt dazu: „Es ist wichtig, dass wir eine dynamische Entwicklung des Infektionsgeschehens wie im März verhindern, als das Virus unter anderem aus Skigebieten massiv nach Niedersachsen eingetragen wurde. Wir wollen aber nicht, dass die Menschen aus diesen besonders betroffenen Kreisen stigmatisiert werden. Deshalb steht einem Urlaub in Niedersachsen bei einem vorliegenden ärztlichen Zeugnis auch nach dieser Verordnungsänderung nichts im Wege.“

Die Niedersächsische Landesregierung hat zudem präzisiert, dass Touristen aus den Landkreisen Gütersloh und Warendorf, die bereits in Niedersachsen sind, ihren Aufenthalt nicht abbrechen müssen, wenn sie den Urlaub vor dem 11. Juni begonnen haben. Vermieterinnen und Vermieter von Ferienbetten dürfen diese Gäste weiterhin beherbergen.

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