„Fluff Patrol“ in Aktion: Virginia-Uhus breiten ihre Schwingen aus | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Flugshow-Fans dürfen sich im Wildpark Lüneburger Heide auf besondere Neuzugänge freuen

„Fluff Patrol“ in Aktion: Virginia-Uhus breiten ihre Schwingen aus

Nach der Winterpause kehrt eines der beliebtesten Highlights im Wildpark Lüneburger Heide zurück: Am Samstag, dem 28. Februar, beginnt die Greifvogelschau wieder mit regelmäßigen Vorstellungen. Wochentags erleben Besucher die beeindruckenden Flugkünstler um 11.30 Uhr und 15 Uhr, an Wochenenden um 12 Uhr und 16 Uhr in der großen Flugarena des Parks. Die vielen Flugshow-Fans dürfen sich auf ganz besondere Neuzugänge freuen: die Virginia-Uhus „Marshall“, „Chase“, „Rocky“ und „Rubble“. Als „Fluff Patrol“ sorgten sie bereits im vergangenen Jahr auf den Social-Media-Kanälen des Wildparks für große Aufmerksamkeit. Nun zeigen sie ab sofort regelmäßig ihr Können in der Flugshow.

Bei dem Quartett handelt es sich um zwei Geschwisterpaare, die im vergangenen Jahr in der Greifvogelstation Hellenthal in der Eifel geschlüpft sind. Virginia-Uhus sind auf beiden amerikanischen Kontinenten beheimatet. Mit ihrem gefestigten Charakter, ihrer Nervenstärke und ihrem Mut gelten sie als besonders geeignet für Auftritte vor hunderten Zuschauern. Anders als viele vermuten, sind sie zudem eher tagaktiv – und widerlegen damit das Klischee, dass alle Eulen nachtaktiv seien. Insgesamt gibt es mehr als zehn Unterarten dieser beeindruckenden Tiere.

Im vergangenen Jahr haben die vier Jungvögel ihre falknerische Grundausbildung erhalten. Dabei steht nicht das Einüben von Kunststücken im Vordergrund, sondern vor allem der Vertrauensaufbau und die behutsame Gewöhnung an die vielen Eindrücke in der weitläufigen Flugarena. Die jungen Uhus beobachten ihre Umgebung dabei äußerst aufmerksam.

„Das Training mit Eulen ist spielerischer als bei Greifvögeln“, erklärt Falkner Michael Kirchner. „Durch die Gruppenaufzucht entsteht viel Dynamik. Gemeinsam erkunden sie ihre Umgebung, beginnen zu hüpfen und zu flattern. Je nach individuellen Fähigkeiten fördern und fordern wir sie mit steigenden Anforderungen, damit keine Langeweile entsteht.“

Was die Tiere letztlich in der Show zeigen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Tageslaune, vom Wetter und auch vom Stand des Federwachstums. Und jeder der vier Uhus bringt seine ganz eigenen Charakterzüge mit: „Rubble“ gilt als der Mutigste – er will immer mit dem Kopf durch die Wand. „Rocky“ ist ähnlich furchtlos, handelt jedoch überlegter. „Marshall“ zeigt sich als „Schmusekatze“ unter den Uhus und „Chase“, die „Prinzessin“ des Quartetts, möchte gern mehrfach gebeten werden, bevor sie ihr Können präsentiert.

„Marshall“ und „Rocky“ konnten bereits im Sommer vergangenen Jahres erste große Bühnenerfahrung sammeln: Beim internationalen Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen traten sie in der Shownummer der Wildpark-Falknerei vor großem Publikum auf.

Geduld ist in der Falknerei unerlässlich. „Bis ein Vogel wirklich ausgebildet ist, vergehen gut und gern fünf Jahre“, sagt Kirchner: „Zu Leistung zwingen kann man die Tiere nicht. Sie haben alle Zeit der Welt, um zu lernen, was sie lernen müssen.“

Das Falkner-Team verfolgt zudem das Ziel, künftig verstärkt Vogelgruppen statt einzelner Tiere in der Flugshow zu präsentieren, um die großzügige Anlage optimal zu nutzen. „Jeder Besucher soll zu jedem Zeitpunkt in der großen Flugarena die Möglichkeit haben, die Vögel und ihre atemberaubenden Eigenschaften hautnah zu erleben“, so Kirchner. „Unsere Kernaufgabe ist es, nicht nur einzigartige Erlebnisse zu bieten, sondern auch Wissen zu vermitteln. Jeder einzelne Vogel ist ein Meisterwerk der Natur, Spezialist auf seinem Gebiet – und jedes Tier hat seinen eigenen Charakter. Das sollen die Zuschauer am Ende mit nach Hause nehmen.“

Dabei stellen die Falkner immer wieder Bezüge zur heimischen Tierwelt her. So unterscheiden sich beispielsweise der in Nordeuropa beheimatete Rotmilan und der nordamerikanische Truthahngeier deutlich in ihrer Herkunft – doch beide sind exzellente Gleiter und Aasfresser. Zwar gelten sie nicht als klassische Zugvögel, sie „streichen“ jedoch innerhalb ihres Lebensraums in wärmere Regionen, wenn es ihnen zu kalt wird.

Mit dem Start der Greifvogelschau am 28. Februar hebt damit nicht nur die „Fluff Patrol“ wieder ab. Geboten wird ein faszinierendes Naturerlebnis für die ganze Familie.