Theater auf dem Piratenplatz

„Metronom“ ab 5. August auf sommerlicher Spielstätte in Hartböhn

Theater auf dem Piratenplatz

Für ihre nächste Open-air-Saison ist die Theatertruppe aus Visselhövede wieder in Neuenkirchen zu Gast: Dort präsentiert das „Metronom“-Team beim „SommerTheater 2022“ vom 5. bis zum 28. August auf dem Piratenplatz in Hartböhn eine bunte Bühnenshow mit verschiedenen Aufführungen und Künstlern sowie Musik und reichlich Atmosphäre. Die Reihe geht damit in die dritte Runde und ist somit bereits eine liebgewonnene Tradition. „Man wäre fast geneigt, Corona zu danken für diese neue sommerliche Spielstätte“, so die „Metronom“-Mitteilung. Die Besucher können sich freuen auf lange Theaternächte, Konzerte, Kaffee und Kuchen mit Musik und mehr. Drei Premieren vom Theater „Metronom“ stehen auf dem Programm: „Don Quijote“, „Kinder machen Theater“ und „Papaya Topola“, dazu einige Stücke von Gasttheatern sowie Musik für jeden Geschmack und die ganze Familie.

Nach der weltberühmten Vorlage von Miguel de Cervantes erobert dessen Held „Don Quijote“ in einer Fassung von Alvaro Solar und Erwing Rau den Piratenplatz in Hartböhn: Vorstellungen sind am 5. August um 20.30 Uhr, am 6. August um 20 Uhr, am 7. August um 20.30 Uhr sowie am 12. und 13. August jeweils um 20.30 Uhr.) Wer kennt ihn nicht, den langen, hageren Ritter mit seinem ebenso hageren Pferd Rosinante, der zusammen mit seinem gutmütigen Diener Sancho Panza Spanien durchreitet auf der Suche nach Abenteuern: Don Quijote de la Mancha. Und nicht nur er ist bekannt, sondern auch sein zum Sprichwort gewordenen Satz: „Gegen Windmühlen kämpfen“. Was so viel bedeuten soll wie: einen aussichtslosen Kampf zu führen - Allein deswegen, weil man von der falschen Annahme ausgeht. Im Falle Don Quijotes: Der Annahme, dass die Windmühlen Riesen sind. Und da stellt sich natürlich die Frage: „Was sind unsere falschen Annahmen und was sind dementsprechend unsere Windmühlen?“ Diesen Fragen geht Karin Schroeder als Regisseurin zusammen mit den zwei jungen Schauspielern Jan Katzenberger und Sebastian Prasse aus Hamburg nach. Das Leben des Ritters der traurigen Gestalt wird in dieser Fassung vom Ende her betrachtet in der sich Don Quixote fragt, was in seinem Leben eigentlich echt war und was nur in seiner Vorstellung stattgefunden hat. Übrigens: Am 6. August steht zusätzlich zur Aufführung von „Don Quijote“ noch ein Auftritt der Band „Goodwill Intent“ auf dem Plan: Mit jedem Lied geben die vier Musiker aus Schneverdingen, Osnabrück und Hamburg eine kleine Geschichte zum Besten.

„Ladies Ahoi!“ heißt es am 7. August um 15.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen bei Musik und Comedy mit Shanties und Hits der 60er, 70er und 80er Jahre: Einiges im Repertoire ist forsch umgetextet, anderes überraschend neu arrangiert. Und so folgt nach dem ersten Programm der beiden charmanten Frontladies die konsequente maritime Fortsetzung in ihrer ganz eigenen authentisch-euphorischen Art.

„Wildes Blech“ begleiten dann die Vorstellung von „Don Quijote“ am 13. August: Die 25 Musiker präsentieren mit viel Energie und Spielfreude Rock- und Metalsongs in einzigartigen Arrangements.

„Wo die wilden Kerle wohnen“ ist am 14. August um 15 Uhr zu sehen: Die Koproduktion vom Figurentheater Neumond und Theater „fensterzurstadt“ Hannover wird mit Live-Musik begleitet. Frei nach dem Kinderbuch von Maurice Sendak wird die Geschichte von Max erzählt, der mit einem Boot zur Insel der wilden Kerle segelt, sie mit nur einem Zaubertrick zähmt und so zu ihrem König wird. Leise und laute Töne erzählen von Mut und Wut, vom Unfug treiben und von der Kraft der Fantasie.

„Open Stage“ heißt es dann am 14. August ab 20 Uhr beim Abend der offenen Bühne mit talentierten Musiker, Künstlern, Poetry-Slammern, Rezitatoren und Schauspielern sowie Sängern, die hier die Möglichkeit zu einem Liveauftritt haben. Jedes Genre der Kunst, von Musik bis Pantomime, ist willkommen.

Am 20. August um 16 Uhr feiert dann bei „Kinder machen Theater“ das Stück Premiere, das Kinder und Jugendliche in den Sommerferien selbst erarbeitet haben.

„Kießling & Kaffka“ starten dann am 20. August um 20 Uhr ein schräges „Abschiedskonzert“: Die Improvisationskünstler Nele Kießling und Jannis Kaffka wagen ein künstlerisches Experiment und improvisieren das Abschiedskonzert eines abgefeierten Musikduos, dass es so noch nie gegeben hat und nie wieder geben wird. „Do it like the king!“ verspricht dann am 20. August ab 21.30 Uhr eine himmlisch-rockige Show: Wer schon immer wissen wollte, wie die Megahits von AC/DC, Amy Winehouse, Bee Gees, Aretha Franklin, Robert Palmer, Earth Wind & Fire, Johnny Cash, Whitney Houston und anderer verstorbener Superstars mit der unverwechselbaren Stimme von Elvis klingen könnten - der wird hier fündig und verblüfft.

Am 21. August um 20.30 Uhr bringt das Theater Triebwerk „Moby Dick“ als Abenteuergeschichte mit Live-Musik nach dem Roman von Herman Melville für Erwachsene und Jugendliche auf die Bühne.

Am 26. und 27. August jeweils ab 20 Uhr folgt „La Papaya Topola“ mit Karin Schroeder - eine Erzähltheatergeschichte von Dario Fo, die so etwa um 1100 entstanden ist und mit Sicherheit von einer Frau, einer Spielfrau erfunden und aufgezeichnet wurde. In der Fabel geht es um den Schäfer Giovan Pietro, ein Hirte, der das ganze Jahr auf der Alp seiner Herde folgt und das ganze Jahr allein lebt. Eines Tages legt sein Dienstherr, der unter einem paranoiden Weiberhass litt, sich zum Sterben hin und überlässt überraschender Weise seine ganze Erbschaft Giovan Pietro. Auch für diese beiden Tage gibt es wieder einen kombinierten Auftritt, am 26. August mit dem Buchfink-Theater und „Puppenauflauf“, einem Figuren-Comedy-Kabarett mit Political-Puppets, und am 27. August mit einem Konzert der Band „Sixtyfive Cadillac“.

Den Abschluss bildet dann am 28. August um 20 Uhr „20.000 Meilen unter dem Meer“ - ein stürmisches Tiefseeabenteuer für die Bühne: Kapitän Nemo macht mit seinem Unterseeboot, der Nautilus, und zwei Schiffbrüchigen die Ozeane unsicher. Gemeinsam erleben sie eine fantastische Weltreise unter Wasser, vorbei an hungrigen Haifischen, leuchtenden Quallen, singenden Kraken und Plastiktüten. Im Schleppnetz der Geschichte verfangen sich nicht nur Fische, sondern auch große Fragen: Ist die Welt noch zu retten? Und wenn ja, wie? Der fantastische Roman von Jules Verne und Shakespeares Stück „Der Sturm“ dienen als Vorlage und Inspiration unserer neuen Produktion, die sich als maritimes Abenteuerspektakel und apokalyptisches Ökomärchen entpuppt – eine berauschende, knallbunte Fantasiereise in eine längst vergangene Zukunft.

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