„Anstieg ist saisonal geprägt“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Erste Auswertung nach Agentur-Fusion: Mehr Arbeitslose im Januar

„Anstieg ist saisonal geprägt“

Nach dem Zusammenschluss der Agenturen für Arbeit Lüneburg-Uelzen und Celle, die auch den Heidekreis betreut hat, zur Agentur für Arbeit Lüneburger Heide (HK berichtete) schickt diese nun ihrer erste gemeinsame Auswertung. Die weist für den ersten Monat des Jahres mehr Arbeitslose aus – laut Agentur keine ungewöhnliche Entwicklung für einen Jahresbeginn: „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist saisonal geprägt und spiegelt die konjunkturellen Herausforderungen wider, vor denen viele Betriebe weiterhin stehen. Gleichzeitig zeigt sich der Arbeitsmarkt in unserer Heideregion insgesamt aufnahmefähig. Unternehmen melden weiterhin einen hohen Bedarf an Arbeitskräften, insbesondere in den Bereichen Logistik, Bau, Gesundheit und Fertigung“, erklärt Sven Rodewald, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide.

Der Agenturchef führt zum Zusammenschluss der Institutionen weiter aus: „Mit der Fusion der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen und der Agentur für Arbeit Celle zur Agentur für Arbeit Lüneburger Heide zum 1. Januar 2026 haben unsere Strukturen gestärkt, um Arbeitsuchende und Betriebe noch gezielter und wirksamer zu unterstützen. Unser Fokus liegt darauf, Menschen schnell und dauerhaft in Beschäftigung zu bringen und Unternehmen bei der Fachkräftesicherung aktiv zu begleiten.“

Zu den Zahlen für den Vormonat: „Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide (Lüneburg, Celle, Heidekreis, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen) im Januar 2026 gestiegen. 30.498 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 2.033 Personen mehr (7,1 Prozent) als im Dezember und 872 Personen beziehungsweise 2,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,0 Prozent“, so die Mitteilung der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide.

In deren Gebiet habe die Unterbeschäftigung nach vorläufigen Angaben im Januar bei 35.695 Personen gelegen: „Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Dezember (1.474 Personen beziehungsweise 4,3 Prozent) und dem Januar 2025 (178 Personen beziehungsweise 0,5 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden“, so die Mitteilung der Agentur.

Und weiter: „Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 12.431 Personen (1.351 Personen mehr als im Vormonat und 661 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 18.067 Arbeitslose registriert (682 Personen mehr als im Vormonat und 211 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59 Prozent aller Arbeitslosen betreut.“

Im vergangenen Monat hätten sich laut Angaben der Agentur insgesamt 6.344 Personen arbeitslos gemeldet: „Davon kamen 3.091 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 4.343 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.413 eine Erwerbstätigkeit auf.“

Doch Unternehmen seien weiterhin auf der Suche nach Mitarbeitern, so die Agentur, die hierzu diese Zahlen veröffentlich: „1.164 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (90 weniger als im Vormonat und 52 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Fertigungstechnische Berufe, Verkehr- und Logistikberufe, Bau- und Ausbauberufe, Gesundheitsberufe. Aktuell befanden sich damit 7.286 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.“

Weitere Erhebungen für den Januar: „In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 712 (entspricht -2,6 Prozent) auf insgesamt 26.389. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 35.400 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 1.357 Personen weniger (-3,7 Prozent) als vor einem Jahr (Grundsicherungsdaten vorläufig und hochgerechnet).“

In ihrer Mitteilung betrachtet die Agentur für Arbeit Lüneburger Heide auch die Entwicklungen der einzelnen Regionen in ihrem Zuständigkeitsbereich im Überblick – darunter auch die Werte für den Heidekreis. Dort sei die Arbeitslosigkeit im Januar 2026 ebenfalls gestiegen: „5.445 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 272 Personen mehr (5,3 Prozent) als im Dezember und 15 Personen mehr beziehungsweise 0,3 Prozent als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,9 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 6,9 Prozent. Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.876 Personen (212 Personen mehr als im Vormonat und 31 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.569 Arbeitslose registriert (60 Personen mehr als im Vormonat, aber 16 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 65 Prozent aller Arbeitslosen betreut.“

Weitere Erhebungen für den Heidekreis: „Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 884 Personen arbeitslos. Davon kamen 435 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 623 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 183 eine Erwerbstätigkeit auf.“

In der Grundsicherung (Jobcenter) sei die Zahl der Bedarfsgemeinschaften laut Agentur für Arbeit im Heidekreis im Vorjahresvergleich um 210 (entspricht -4,6 Prozent) auf insgesamt 4.324 gesunken: „Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 5.872 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 314 Personen weniger (-5,1 Prozent) als vor einem Jahr.“ Auch hier gelte laut Agentur: „Die Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet.“