Auftakt: „Kommunales Energiemanagement“

Erstes Treffen in Bad Fallingbostel / Netzwerk Heidekreis nimmt Arbeit auf

Auftakt: „Kommunales Energiemanagement“

Anfang September hatten sich die Kommunen im Heidekreis zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Energieeffizienz-Programm zu starten (HK berichtete). In der vergangenen Woche war es nun soweit: Das kommunale Energieeffizienz-Netzwerk Heidekreis nahm seine Arbeit auf. Gleich zwei Veranstaltungen, zu denen zahlreiche Vertreter in Bad Fallingbostel zusammengekommen waren, bildeten jetzt den Auftakt des Projektes „Kommunales Energiemanagement“.

Bei diesem offiziellen Startschuss informierten sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der teilnehmenden Kommunen sowie Vertreter der örtlichen Energiewirtschaft und Verwaltung über das Vorhaben: Joost Götze, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft und Liegenschaftsunterhaltung, trug den Anwesenden seine Erfahrungen aus der Gemeinde Isernhagen vor. Die Gemeinde ist seit vielen Jahren im Energiemanagement aktiv, und so konnte Götze seine reichhaltige Erfahrung mit den Anwesenden teilen. Beispielsweise werden die Energieverbräuche in der Gemeinde seit 1993 systematisch erfasst. Außerdem gibt es verschiedene Pilotprojekte im Energiesektor, wie die Nutzung einer Brennstoffzelle oder eines Blockheizkraftwerkes. „Besonders hervorzuheben ist auch die Umsetzung eigener Bau- und Qualitätsvorgaben in Bezug auf Energieeinsparung für Neubau und Unterhaltung“, so sein Bericht. Im Anschluss sprach Frankziska Materne von der Klimaschutzagentur Mittelweser e.V. über das bereits seit gut drei Jahren bestehende kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk im Landkreis Nienburg (Weser): Sie machte deutlich, welche Dinge es für eine erfolgreiche Umsetzung des Netzwerkes zu beachten gelte.

Im zweiten Teil der Auftaktveranstaltung startete für die sogenannten Netzwerkbeauftragten das erste Vernetzungstreffen. Felix Koester, Projektmanager der Energieagentur Heidekreis erläuterte dazu: „Die Netzwerktreffen sind elementarer Bestandteil des Projektes, sie sind die Plattform für den Erfahrungsaustausch und das gemeinsame Lernen.“ Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und ersten Informationen zu Projekt stand der Vortrag einer Mitstreiterin auf dem Programm: Sandra Delfs, Energie- und Klimaschutzbeauftragte aus Harsefeld, teilte mit den Anwesenden ihre Erfahrungen als Energiemanagerin in ihrer Kommune.

Das neu gestartete Projekt der Energieagentur Heidekreis hat ein Projektvolumen von etwa 500.000 Euro. 70 Prozent dieser Projektmittel werden durch die eingeworbenen Fördermittel getragen. Ziel des Projektes ist es, in der dreijährigen Laufzeit das Energiemanagement in den neun teilnehmenden Kommunen zu stärken. „Dies gelingt durch einen vernetzten Kompetenzaufbau und einer systematischen und kontinuierlichen Erschließung von Einsparpotenzialen“, so die Mitteilung der Agentur. „Durch ein systematisches Energiemanagement kann jede Menge Geld eingespart werden. Erfahrungen zeigen, dass bereits 15 Prozent der Energiekosten durch kleine Änderungen im Verbrauchsverhalten und bei der Regelungstechnik eingespart werden können“, erklärt Theresa Weinsziehr, Leiterin der Energieagentur Heidekreis.

Das neugegründete kommunale Energieeffizienz-Netzwerk Heidekreis wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundetages vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Logo