„Möchte weiter für Bevölkerung da sein“

Landrat Manfred Ostermann kandidiert für dritte Amtszeit im Heidekreis

„Möchte weiter für Bevölkerung da sein“

Seit 14 Jahren ist er als Landrat im Amt. Ob er für eine dritte Amtszeit kandiert, das hatte Manfred Ostermann bis jetzt noch nicht offiziell bestätigt. In der Corona-Zeit gab es für ihn anderes zu tun: „Die vergangenen 18 Monate waren wirklich hart“, so der Landrat. „Die Situation hat uns alle gefordert.“ In der Zwischenzeit hatte das Parteibündnis aus CDU, SPD, Grünen und Bürgerlisten im Februar einen Gegenkandidaten präsentiert: Jens Grote, Präsident der Landesaufnahmebehörde, hatte für die am 12. September anstehende Landratswahl seinen Hut in den Ring geworfen. Seitdem sei Ostermann immer öfter angesprochen und gefragt worden: „Was ist denn nun?“, gibt der Landrat seine Eindrücke der zurückliegenden Wochen wieder. Am vergangenen Mittwoch gab er jetzt bei einem Pressegespräch im Kreishaus in Bad Fallingbostel die Antwort: „Ja, ich kandidiere!“

Die Entscheidung habe er sich nicht leicht gemacht: „Es war eine echte Überlegung auch im Hinblick auf die Zeit der Pandemie und die damit verbundenen Aufgaben und Herausforderungen.“ Doch, so Ostermann, habe ihm die Bewältigung dieser Krise gezeigt: „Wir sind gut durch diese Phase gekommen, der Inzidenzwert ist wieder niedrig - und das ist uns nicht in den Schoß gefallen.“ Eine solch schwere Zeit zu meistern, habe ihn letztendlich dazu angespornt, für eine weitere und damit dritte Amtszeit anzutreten: „Es lohnt, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Ich möchte auch weiterhin für die Bevölkerung des Heidekreises etwas reißen, etwas bewegen.“ Seine Motivation sei zum einen die Arbeit selbst, die ihm nach all den Jahren immer noch viel Freude bereite, „zum anderen möchte ich aber auch für die Menschen, die hier leben, etwas herausholen.“

„Die Wochen vor der Wahl werden sicher nicht leicht“, meint der Landrat, der aber auch auf den Rückhalt in seinem Umfeld baut: „Meine Familie steht hinter der Entscheidung, noch einmal zur Wahl anzutreten. Zudem haben mir meine Kinder geraten, die Herausforderung anzunehmen.“

Ostermann setze vor allem auf seine Erfahrung im Amt. Seit 14 Jahren steht er an der Spitze der Kreisverwaltung. Er habe ordentliche Arbeit abgeliefert, möchte diese erfolgreiche Bilanz fortsetzen. Zu der zähle sicherlich die Umbenennung des ehemaligen Landkreises Soltau-Fallingbostel in den Heidekreis: „Zehn Jahre ist das nun her, und mittlerweile ist der Heidekreis zu einer Marke geworden. Wir haben hier in den vergangenen Jahren wirklich etwas entwickelt, die Wirtschaftskraft gestärkt.“ Das zeige sich laut Ostermann auch an der gesteigerten Attraktivität des Heidekreises als Urlaubsziel: „Heute zählen wir rund 25 Prozent mehr Übernachtungen. Die Region hat Strahlkraft bekommen, wir werden wahrgenommen - und zwar als Heidekreis.“ Diesen, so hoffe der Landrat, könne er als Feriengebiet noch bekannter machen: „Es ist weiterhin wichtig, hier Signale zu setzen.“

Eine enorm imageträchtiger Veranstaltung werde in zwei Jahren im Heidekreis ausgerichtet: „Wir haben es hinbekommen, dass der Deutsche Schützentag 2023 hier stattfindet“, freut sich Ostermann. „Das wird ein richtig großes Event,“ das den Bekanntheitsgrad des Heidekreises noch steigern werde, ist er sicher.

Auch bei anderen Themen wolle der Landrat die Geschichte des Heidekreises fortschreiben und mitgestalten. So sei das Radwegeprogramm ein wichtiger Baustein: „Wir müssen hier gute Strukturen schaffen“, betont Ostermann. Das sei zum einen für die Bürger des Heidekreises, aber auch für Touristen ein wichtiger Faktor: „Heute ist es einfach Trend, sein Fahrrad mit in den Urlaub zu nehmen. Auch deshalb muss das Radwegeprogramm weiterlaufen.“

Fortführen möchte Ostermann ebenso die Arbeit an den hiesigen Schulstrukturen: „Wie viele Schulen und Sporthallen haben wir in den vergangenen Jahren neu gebaut oder saniert?“, so der Landrat, der den möglichen Eindruck, das in diesem Bereich wenig passiert sei, keineswegs teilt.

Und zu einem weiteren heiß diskutierten Thema nimmt der Landkreis-Chef Stellung: „Ich habe die Entwicklung eines Gesamtklinikums immer mitgetragen.“ Die schwierige Entscheidungsfindung rund einen passenden Standort - „das war letztendlich ein demokratischer Vorgang.“ Jetzt stehe das Ergebnis fest, hebt Ostermann hervor, „und nun müssen wir alle gemeinsam auf die Entwicklung des Gesundheitswesens schauen. Mit einem neuen Gesamtklinikum haben wir eine große Chance, die beste medizinische Versorgung für die Bürger im Heidekreis anzubieten.“

Er wolle die Angelegenheiten des Landkreises und deren Einwohner gern weiter vertreten, hebt der Amtsinhaber hervor: „Egal, welche Aufgaben mir zugetragen werden, ob große oder kleine Sorgen, ich werde mich persönlich darum kümmern, die Menschen im Heidekreis ernst nehmen und für sie da sein.“

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