Kindler und Verlinden unterstützen „Aktionsbündnis gegen Gasbohren“

Abgeordnete übergeben 12.000 Unterschriften an Ausschussvorsitzenden

Kindler und Verlinden unterstützen „Aktionsbündnis gegen Gasbohren“

Die niedersächsischen Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Sven-Christian Kindler und Julia Verlinden, haben mehr als 12.000 Unterschriften gegen Gasbohrungen im Heidekreis und im Landkreis Rotenburg an den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschuss im Bundestag, Klaus Ernst, übergeben. Darauf machen die beiden Politiker jetzt in einer Mitteilung aufmerksam.

Die Abgeordneten hatten die Unterschriften vom „Aktionsbündnis gegen Gasbohren Bad Fallingbostel“ bei einem Treffen in Dorfmark entgegengenommen und versprochen, dessen Anliegen nach Berlin zu tragen. Die Initiative will auf Risiken der Erdgasförderung aufmerksam machen. Sie wendet sich gegen neue Bohrungen für Erdgas und Erdöl und gegen die Reaktivierung alter Bohrstandorte (HK berichtete).

„Wir unterstützen die Kritik der Initiative an neuen Öl- und Gasbohrungen. Die Aktivitäten der Öl- und Gasunternehmen sind nicht nur gefährlich. Sie sind angesichts von Energiewende und Klimaschutz nicht mehr zeitgemäß. Notwendig ist vielmehr der zügige Ausstieg aus der Nutzung von Öl und Gas“, meint Verlinden, während Kindler auf die bereits bekannten Risiken der Öl- und Gasförderung in der Region hinweist: „Wir haben besonders in der Region Rotenburg nicht nur eine Vielzahl ungeklärter Krebserkrankungen. Auch Erdbeben und Verschmutzungen des Grundwassers sind gefährliche Begleiterscheinungen der Erdgasförderung. Damit muss Schluss sein. Deshalb brauchen wir nicht zuletzt eine unabhängige und strengere Kontrolle der Unternehmensaktivitäten vor Ort.“

Die Grünen haben diese Woche im Ausschuss für Wirtschaft und Energie den Antrag „Fracking verbieten und keine Erdgasbohrungen in Schutzgebieten zulassen“ aufgesetzt und darüber abstimmen lassen. Darin fordern sie unter anderem, die Regelungen für Erdgasbohrungen weiter einzuschränken und das Vorsorgeprinzip zum Schutz von Gesundheit und Natur ernst zu nehmen.

Sämtliche Abgeordnete von CDU/CSU und SPD hätten gegen den grünen Antrag gestimmt, heißt es in der Mitteilung weiter.

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