„Beste Verdienstmöglichkeit mit wenig Arbeit“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Polizeiinspektion Heidekreis warnt eindringlich vor Masche zur Geldwäsche

„Beste Verdienstmöglichkeit mit wenig Arbeit“

„Beste Verdienstmöglichkeit mit wenig Arbeit“ - mit solchen oder ähnlichen Versprechen werben Kriminelle derzeit verstärkt um sogenannte Finanzagenten. Die Polizeiinspektion Heidekreis warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche.

„Die Täter geben sich in Jobbörsen, auf Internetseiten oder per E-Mail als Vertreter angeblich seriöser Unternehmen aus und bieten lukrative Tätigkeiten im Bereich Finanzmanagement an. Gesucht werden dabei Personen, die ihr eigenes Bankkonto für angebliche Zahlungsabwicklungen zur Verfügung stellen sollen“, so ein Polizeisprecher. Häufig nutzten die Kriminellen die Stellenbezeichnungen bewusst seriös, beispielsweise „Financial Agent“, „Finanzmanager“, „Treuhandagent“, „Prozessmanager“ oder auch „Regional Manager für Zahlungsbearbeitung“.

„Die angeworbenen Personen erhalten Geldbeträge auf ihr Konto überwiesen und sollen diese anschließend - oftmals gegen eine vermeintliche Provision von fünf bis 20 Prozent - per Bargeldtransfer, Finanzdienstleister oder zunehmend auch über Kryptowährungen an andere Personen weiterleiten“, warnt die Polizei: „Vielen Betroffenen ist dabei nicht bewusst, dass die überwiesenen Gelder häufig aus Straftaten stammen. Es handelt sich oftmals um Geld von Betrugsopfern. Werden die ursprünglichen Überweisungen zurückgebucht, bleibt der sogenannte Finanzagent nicht selten selbst auf dem entstandenen Schaden sitzen. Zudem drohen strafrechtliche Konsequenzen, insbesondere wegen des Verdachts der Geldwäsche.“

„Auch im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Heidekreis werden immer wieder entsprechende Fälle bekannt. Die Ermittlungen richten sich dabei häufig gegen Personen, die sich der strafrechtlichen Folgen ihres Handelns zuvor nicht bewusst waren“, heißt es im Bericht der Polizei.

Was Finanzagenten oftmals nicht ahnten: „Statt vermeintlich lukrativer Geschäfte drohen Strafen wegen leichtfertiger Geldwäsche sowie mögliche Schadensersatzansprüche der Geschädigten. Darüber hinaus kann ein Verfahren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wegen des Betreibens unerlaubter Finanzdienstleistungsgeschäfte eingeleitet werden. Zudem kündigen Banken regelmäßig die Konten von Finanzagenten.“

Aktuell beobachten die Ermittlungsbehörden zudem vermehrt Fälle, in denen Finanzagenten dazu gebracht werden, neben ihren Bankkonten auch Kryptoaccounts auf ihren Namen einzurichten und für Geldtransfers zu nutzen.

Die Polizeiinspektion Heidekreis rät daher dringend:

- Antworten Sie nicht auf dubiose Jobangebote mit ungewöhnlich hohen Verdienstmöglichkeiten bei geringem Arbeitsaufwand!

- Stellen Sie niemals Ihr Konto oder einen Kryptoaccount für Zahlungsabwicklungen Dritter zur Verfügung!

- Lassen Sie sich nicht von hohen Provisionsversprechen blenden!

- Prüfen Sie Ihre Kontobewegungen aufmerksam und reagieren Sie bei unerwarteten Geldeingängen besonders vorsichtig!

- Rücküberweisungen sollten ausschließlich auf das ursprüngliche Konto erfolgen!

- Wenden Sie sich im Zweifel an Ihre Bank oder an die Polizei!

Grundsätzlich gelte: „Je verlockender ein Angebot erscheint, desto misstrauischer sollten Sie sein!“