Betrüger im Internet unterwegs

Polizei warnt vor Online-Kriminellen: Auch hiesige Firmen betroffen

Betrüger im Internet unterwegs

Vor Betrug im Internet warnt jetzt die Polizeiinspektion (PI) Heidekreis. Im November und Dezember 2019 hatten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürgern an die PI gewandt - ihr Problem: Sie waren auf einen gefälschten oder imitierten Online-Shop hereingefallen. Dort hatten sie vermeintliche Schnäppchen bestellt, den Kaufpreis auf ein ausländisches Konto überwiesen, am Ende aber keine Ware erhalten. Eine nachträgliche Stornierung der Buchungen war in keinem der Fälle möglich, teilweise entstand ein hoher finanzieller Schaden.

Dieses Phänomen, genannt „Fake-Shop-Fraud“, tritt speziell in den Wochen vor den Weihnachtsfeiertagen auf. Online-Shops mit Rabatten von bis zu 90 Prozent auf aktuelle und begehrte Waren, suspektem Impressum oder zweifelhaften Zahlungsmöglichkeiten sind jedoch das ganze Jahr über im Internet zu finden. Weitere Informationen zum Thema sind auf www.polizei-praevention.de verfügbar.

Mit Beginn des neuen Jahres rücken bei der Polizei vermehrt Firmen in den Fokus: Bei diesen Unternehmen haben die Täter versucht, mit dem sogenannten „CEO-Fraud“ an viel Geld zu kommen.

Dabei läuft die betrügerische Masche folgendermaßen ab: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter örtlicher Unternehmen mit Finanzvollmacht erhalten E-Mails, deren Absender vom Täter so manipuliert wurden, als wären sie von der Geschäftsführung (CEO) erstellt worden - was sie aber in Wirklichkeit nicht sind. Darin heißt es dann, der Empfänger solle die Mail absolut vertraulich behandeln, da es um eine geheime Firmenübernahme, einen noch geheimen Großauftrag oder ähnliches gehe. Für diese Aktion müsse dringend ein hoher Geldbetrag - oftmals ins Ausland - transferiert werden.

Aufgrund der Aufmerksamkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Kenntnis dieses Phänomens ist es bisher zu keinem finanziellen Schaden bei den betroffenen Unternehmen im Heidekreis gekommen. Es sei allerdings davon auszugehen, so die Polizei, dass weitere Firmen mit diesen E-Mails konfrontiert würden.

Firmen, Verbänden und Behörden steht zur polizeilichen Beratung in Sachen Prävention gegen Cyberkriminalität die Seite www.zac-niedersachsen.de zur Verfügung. „Für eine erste, schnelle Abklärung, ob es sich bei einer E-Mail oder einer Internetseite möglicherweise um einen Betrug handelt, hat es sich bewährt, die E-Mail- oder Internetadresse zu ‚googeln‘ und das Ergebnis nach ‚Fake‘ oder ‚Betrug‘ zu durchsuchen“, so die Polizei.

Für weitere Fragen zum Thema Betrug im Internet können sich Interessierte an die Sachbearbeiter bei der Polizeiinspektion Heidekreis unter Telefon (05191) 9380336 oder an jede andere Polizeidienststelle wenden.

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