„Bisher nur ein Verdachtsfall“

Heidekreis-Klinikum zu möglicher Coronavirus-Infektion

„Bisher nur ein Verdachtsfall“

Nach inzwischen vier bestätigten Fällen von infizierten Patienten mit dem Coronavirus in Bayern, gibt es mindestens 15 Verdachtsfälle in anderen Bundesländern. Auch eine Person aus dem Heidekreis, die Kontakt zu chinesischen Mitbürgern hatte, wurde aufgrund entsprechender Symptome ins Heidekreis-Klinikum (HKK) eingewiesen, wie das HKK jetzt mitteilt.

Dazu Geschäftsführer Dr. Achim Rogge: „Ich möchte betonen, dass es sich hier um einen Verdachtsfall handelt. Wir haben die Person selbstverständlich sofort nach den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes isoliert. Momentan finden Untersuchungen statt. So werden zum Beispiel Abstriche im Mund-, Nasen- und Rachenraum genommen und in einem qualifizierten Labor zur Auswertung gegeben. Bis definitiv ausgeschlossen werden kann, dass eine Infektion vorliegt, wird diese Person bei uns stationär aufgenommen.“Sämtliches Pflegepersonal und alle Ärztinnen und Ärzte, die Kontakt zu dieser Person hätten, seien ausschließlich in Schutzkleidung im Patientenzimmer. Das Gesundheitsamt sei bereits vom einweisenden Arzt informiert worden, das Heidekreis-Klinikum sei in enger Absprache mit der Behörde.

„Grundsätzlich“, so Professor. Dr. Frank Schmitz, Ärztlicher Direktor des Heidekreis-Klinikums „ist es uns wichtig zu betonen, dass die Influenza, die ‚Virus-Grippe‘ oftmals einen schwereren Verlauf mit sich bringt als das neuartige Coronavirus. Wir bitten die Bevölkerung im Heidekreis, nicht in Panik zu verfallen.“

Entsprechend rät Schmitz dem Bürgerinnen und Bürgern: „Legen Sie Wert auf eine gute Händehygiene: Häufigeres und intensives Händewaschen mit Seife ist wichtig. Nutzen Sie auch Desinfektionsmittelspender in öffentlichen Räumen, zum Beispiel in Krankenhäusern. Verzichten Sie auf das Händeschütteln zur Begrüßung - bei dem neuartigen Coronavirus geht man von hauptsächlich von einer Schmierinfektion aus. Niesen Sie also nicht in ihre Hände, sondern nutzen Sie ein Taschentuch oder wenigstens Ihre Armbeuge.“

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