Bürgerbusvereine beklagen steigende Kosten und hoffen auf Unterstützung

Kreistagsgruppe FDP/Bürgerunion holt sich Infos aus erster Hand

Bürgerbusvereine beklagen steigende Kosten und hoffen auf Unterstützung

„Bürger fahren für Bürger“ - so lautet das Motto der Bürgerbusvereine, die im Landkreis Heidekreis den Verbund „Bürgerbusse im Heidekreis“ gegründet haben und deren Mitglieder sich ehrenamtlich für mehr Mobilität im ländlichen Raum engagieren. Dieser Verbund, dem Vertreter aus Neuenkirchen, Schneverdingen, Bad Fallingbostel, Walsrode und Schwarmstedt angehören, wird vertreten durch die Sprecher Heinrich Mahnken aus Schneverdingen und Hans Hollmann aus Bad Fallingbostel.

Hollmann war kürzlich bei der Kreistagsgruppe FDP/Bürgerunion (BU) zu Gast, um den Verbund vorzustellen, aber auch um für Unterstützung zu werben. Er erläuterte den Kreistagsmitgliedern von FDP und BU, wie schwierig es sei, in den fünf Städten und Gemeinden den Fahrdienst ehrenamtlich aufrecht zu erhalten. Den Bürgern werde hier die Möglichkeit eröffnet, gerade aus den entlegenen Stadtteilen oder den Ortschaften kostengünstig in die Kernstadt zu gelangen. Insbesondere ältere Menschen oder Bürger ohne Führerschein nutzten dieses Angebot „sehr gern“, so der Sprecher des Verbundes. Es gebe allerdings Schwierigkeiten: Die Kosten liefen davon, der Betrieb der Busse sei schwerlich zu finanzieren, zumal die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen eine hohe Eigenkapitalreserve fordere.

„Es kann nicht angehen, dass neben der ehrenamtlich geleisteten Arbeit auch noch Geld mitgebracht werden muss oder dafür gehaftet werden soll“, unterstrich Hollmann. Der Verbund habe diesbezüglich bereits Wünsche geäußert und deutlich gemacht, was bei den Bürgerbusvereinen einen reibungslosen Betrieb sicherstellen würde: Die Erhöhung des Kraftstoffzuschusses auf fünf Cent, ein vollwertiger Ersatzbus sowie die Erhöhung des Zuschusses des Heidekreises von derzeit 5.000 auf künftig 12.000 Euro jährlich pro Bus.

Die Kreistagsmitglieder der Liberalen und der Bürgerunion brachten Verständnis für die Forderungen auf, machten aber auch deutlich, dass sich die entsprechenden Städte und Gemeinden dann auch an den erhöhten Kosten beteiligen müssten. Um dies zu erreichen, sei vielleicht ein „Runder Tisch“ mit Vertretern der Bürgerbusvereine, des Landkreises, den Vertretern von Städten und Gemeinden sowie der Politik notwendig.

„Dieses Thema wird sicherlich weiterhin in den entsprechenden Sitzungen für Gesprächsstoff sorgen, wenn die Busse weiterhin ehrenamtlich für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Heidekreis fahren sollen“, heißt es vonseiten der Kreistagsgruppe FDP/Bürgerunion.

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