Mitmachen bei „Stunde der Wintervögel“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

NABU ruft auf: „Augen auf und zählen“ bei bundesweiter Aktion vom 9. bis 11. Januar

Mitmachen bei „Stunde der Wintervögel“

Der NABU lädt direkt zu Beginn des neuen Jahres wieder alle Natur- und Vogelfreunde ein, aktiv zu werden: Vom 9. bis 11. Januar heißt es nämlich wieder „Augen auf und zählen“ – bei der bundesweiten Mitmach-Aktion „Stunde der Wintervögel“. Ob vom Balkon, Garten, Fenster oder Park aus: Eine Stunde lang wird notiert, wer im Januar alles bei uns fliegt, flattert, hüpft, pickt und ruft.

In der Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland können Interessierte sich schon vorab mit Zählhilfen und Infomaterial ausrüsten: Am 6. Januar liegen in den Räumen in der Schuhstraße 40 in Celle nützliche Flyer, Meldebögen und Tipps für die Vogelzählung zur Abholung bereit. „Eine gute Gelegenheit, sich mit allem einzudecken — und vielleicht auch gleich nette Nachbarn oder Vogelfreunde kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen“, so die NABU-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland.

Die gibt in ihrer Mitteilung auch einen Rückblick auf des vergangene Jahr und was dessen Zahlen sagen: „Bereits bei der letzten Zählung 2025 zeigte sich: in Niedersachsen, dem Heide-Wendland, wie auch in ganz Deutschland sind unsere Wintervögel ein echtes Herzensthema. Bundesweit meldeten viele tausend Vogelfreunde ihre Beobachtungen. Die häufigsten Gäste waren dabei: Haussperling, Kohlmeise und Blaumeise.“

Doch es gebe auch Sorgen: „Der NABU hat festgestellt, dass selbst bei diesen ‚Alltagsvögeln‘ die beobachteten Zahlen seit Jahren rückläufig sind — also insgesamt weniger Tiere gemeldet wurden. Besonders betroffen sind dabei auch Vogelarten, die früher allgegenwärtig waren. Ein wichtiger Grund mehr, mitzumachen und zu beobachten, was vor unserer Haustür passiert.“

Der NABU gibt außerdem Erläuterungen zur „Stunde der Wintervögel“ und erklärt, was eigentlich der Begriff „Citizen Science“ bedeutet: „Das Prinzip ist ganz einfach. Wer mitmacht verbringt rund eine Stunde damit, Vögel in der Nähe zu beobachten – am Futterhaus, auf dem Balkon, im Garten, Park oder beim Spaziergang. Gezählt und notiert wird, wie viele Vögel und welche Arten zu sehen sind. Diese Daten werden anschließend an den NABU gemeldet. Das Ganze nennt man ‚Citizen Science‘ – also ‚Bürgerwissenschaft‘ oder ‚Bürgerforschung‘. Jeder Bürger und jede Bürgerin kann dabei mitmachen und helfen, wissenschaftliche Daten zu sammeln. Für den Naturschutz ist das sehr wichtig: Tausende kleine Beobachtungen aus ganz Deutschland ergeben zusammen ein großes Bild – etwa darüber, wie viele von unseren heimischen Vogelarten im Winter noch bei uns sind, wie sich ihre Bestände ändern und wie Umwelt, Klima oder Städtebau auswirken“, so der NABU.

Und so melden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Beobachtungen: Dazu nutzen sie einfach das NABU-Online-Formular (www.NABU-Heide-Wendland.de) oder die kostenlose NABU-App „Vogelwelt“, um die Zählungen zu übermitteln. „So ist sichergestellt, dass die Daten schnell und fehlerfrei beim NABU ankommen – und ein zuverlässiges Gesamtbild quasi in Echtzeit ermittelt werden kann“, erklärt die NABU-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland, die hinzufügt: „Telefonische oder postalische Meldungen sind ab diesem Jahr leider nicht mehr möglich. Das spart zum einen Papier und Porto, und vereinfacht und beschleunigt zum anderen das Zusammenführen der Daten erheblich.“