Knapp acht Millionen Euro für die Zukunftsregion „HeiDefinition“

Staatssekretär Wunderling-Weilbier überreicht Anerkennungsbescheid

Knapp acht Millionen Euro für die Zukunftsregion „HeiDefinition“

Die Landkreise Celle und Uelzen sowie der Heidekreis können die gemeinsame Zukunftsregion „HeiDefinition - Ländlichkeit in neuen Dimensionen“ entwickeln. Einen entsprechenden Bescheid übergab Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier aus dem Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung am gestrigen Dienstag an die Landräte der Landkreise Celle und Uelzen, Axel Flader und Dr. Heiko Blume, sowie an den Ersten Kreisrat des Heidekreises, Oliver Schulze. Was es mit „HeiDefinition“ auf sich hat - darüber informieren der Landkreis Celle und das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.

Das Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ sei ein Angebot an Landkreise und kreisfreie Städte, gemeinsam mit weiteren regionalen Akteuren regionalspezifische Herausforderungen zu bewältigen, so die Beschreibung des Projekts: „Ziel ist die themenbezogene Kooperation über Landkreisgrenzen hinweg. Es sollen Projekte entwickelt werden, die zu regional wirksamen Entwicklungsimpulsen führen.“ Damit ergänze die Zukunftsregionen die bestehenden Programme des Regionalministeriums um einen regionalpolitischen Ansatz zur Stärkung der Regionen in Niedersachsen.

„Es freut mich, dass Sie unser Programm Zukunftsregionen zum Anlass genommen haben, ihre Zusammenarbeit in einem für Sie alle zentralen Bereich zu beginnen. In den letzten Monaten haben Sie sich intensiv Gedanken über die inhaltliche Ausrichtung ihrer Region für die kommenden Jahre gemacht“, so Wunderling-Weilbier.

Die Region erhält ein Budget von rund acht Millionen Euro, mit dem sich die Region thematisch auf Themen der Digitalisierung im ländlichen Raum fokussieren möchte. Konkret will die Zukunftsregion Projekte der Handlungsfelder „Regionale Innovationsfähigkeit“ und „Wandel der Arbeitswelt, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe“ umsetzen. Erste Ansätze sind unter anderem die regionale digitale Plattform „HeiDigital“ sowie der Aufbau eines Co-Working- und eines überbetrieblichen Coaching-Netzwerks.

Wunderling-Weilbier lobte den Ansatz, durch eine nachhaltige und digitale Optimierung der Arbeits- und Lebenswelt die Region für junge Menschen wieder interessant und attraktiv zu machen. „Zu dem Ansatz, qualifizierte Fachkräfte in der Region zu binden, passt auch der Titel ‚Neue Dimensionen im ländlichen Raum‘. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass Sie bereits in der Entwicklungsphase eine Fokusgruppe ‚Zukunft‘ mit jungen Menschen unter 35 Jahren eingebunden haben und auch in der Steuerungsgruppe sicherstellen, dass die junge Generation dort vertreten ist, um ihre Perspektive einzubringen“, schloss Wunderling-Weilbier.

Landrat Axel Flader bedankte sich für die Unterstützung durch das Regionalministerium und im Namen aller Kooperationspartner: „Die Veränderungen der Arbeits- und Lebenswelt betrifft auch den ländlichen Raum. Das Programm HeiDefinition kann ein Baustein sein, um diese Veränderungsprozesse zu unterstützen, daher nehmen wir die Aufgabe an und danken für die finanzielle Unterstützung.“

Weitere Hintergrundinformationen gibt das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung: „Das Programm ‚Zukunftsregionen in Niedersachsen‘ beinhaltet rund 96 Millionen Euro aus ‚EFRE/ESF+‘-Mitteln für ganz Niedersachsen. Insgesamt werden 14 Zukunftsregionen etabliert. Die Zukunftsregionen konnten aus den Handlungsfeldern Regionale Innovationsfähigkeit, CO2-arme Gesellschaft und Kreislaufwirtschaft, Biologische Vielfalt und funktionierende Naturräume, Wandel der Arbeitswelt, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe, Gesundheitsversorgung und Pflege, sowie, Kultur und Freizeit auswählen. Das Budget pro Region liegt zwischen fünf und acht Millionen Euro. Zudem wird bis zum Ende der Förderung im Jahr 2028 ein Regionalmanagement finanziert.“

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