„Corona hat viel in Bewegung gebracht“

„FaMi-Siegel“: 18 Unternehmen im Heidekreis als familienfreundlich ausgezeichnet

„Corona hat viel in Bewegung gebracht“

Insgesamt 18 Unternehmen aus dem Heidekreis sind als familienfreundliche Betreibe ausgezeichnet worden. Wer im Internet mal nach dem Begriff „Familienfreundlichkeit“ sucht, der findet eigentlich nur Positives. Besseres Betriebsklima, höhere Motivation und Einsatzbereitschaft der Beschäftigten, weniger Fehlzeiten durch geringeren Krankenstand oder kürzere Elternzeiten, erhöhte Produktivität - die Liste ist lang. Da stellt sich doch die Frage, warum nicht jedes Unternehmen familienfreundlich ist oder sich zumindest auf dem Weg dorthin befindet?

Der Landkreis Heidekreis liegt in Puncto Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf jeden Fall ganz weit vorne. Dies zeigte sich besonders eindrucksvoll am vergangenen Dienstag in den Räumlichkeiten der Röders GmbH in Harber. Über 20 Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen und Kommunalverwaltungen reisten an, um die Auszeichnung für besondere familienfreundliche Maßnahmen in Empfang zu nehmen. Überreicht wurden diesen vorbildhaften Betrieben die Urkunden von Lena Heß, Geschäftsstellenleiterin des Überbetrieblichen Verbundes „Familie & Beruf e.V.“ sowie von Brigitte Kaminski, „feffa e.V.“ und Karin Haas, Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachen e. V. - beide Vertreterinnen der Gemeinschaftsinitiative „FaMi-Siegel“.

Einige der Betriebe haben sich zum ersten Mal auf das Siegel beworben und das Prüfverfahren durchlaufen, andere wurden rezertifiziert. Allen voran die „Röders GmbH“ und die „Pantolinos Manufaktur GmbH“. Seit 2010 setzen sie ein wichtiges Zeichen mit ihrer stetigen Zertifizierung im Heidekreis und zeigen, dass sich eine familienfreundliche Personalpolitik immer auszahlt.

„Flexible Arbeitszeit ist die größte Stellschraube“, erklärt Brigitte Kaminski von der Gemeinschaftsinitiative „FaMi-Siegel“. „Corona hat viel in Bewegung gebracht. Viele Unternehmen agieren bereits familienfreundlich mit ihren ganz eigenen, individuellen Maßnahmen. Es ist angekommen das Familienfreundlichkeit nicht mehr nur ‚nice-to-have‘ ist, sondern absolut notwendig.“ Dabei berichtete sie auch, dass Teilzeitarbeit immer noch überwiegend von Frauen ausgeübt wird, wenngleich der Anteil der Väter in Elternzeit gestiegen ist und dass Hybrides Arbeiten, eine zeit- und ortsunabhängige Form des Arbeitens, das Arbeitsmodell der Zukunft sei.

Dass das „FaMi-Siegel“ beliebt ist zeigt die hohe Anzahl der Bewerbungen in ganz Nordostniedersachsen. Annähernd 80 Anträge wurden seit Beginn des neuen Aktionszeitraumes (2022 bis 2024) bereits bearbeitet und geprüft. Familienfreundlichkeit ist ein Schlüsselfaktor für langfristigen unternehmerischen Erfolg. Nur wer heute den Anforderungen an Familienfreundlichkeit für die eigenen Mitarbeitenden gerecht wird, hat in Zukunft realistische Chancen, dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Weitere Informationen zum „FaMi-Siegel“ gibt es auf der Website www.uebv-heidekreis.de des Überbetrieblichen Verbundes „Familie & Beruf e.V.“.

Ausgezeichnet wurden folgende Betriebe/Institutionen: Röders GmbH, Gemeinde Neuenkirchen, BBS Walsrode, Heide-Werkstätten e.V., Abfallwirtschaft Heidekreis (AHK), Paritätischer Verein Heidekreis e.V. Bereich Pflege u. Bereich Kindertagesstätten, Steuerberater Meine, Wibbertmann & Wildung, Klinik Fallingbostel, Lebenshilfe Soltau e.V., Kreissparkasse (KSK) Soltau, Stadt Munster, Samtgemeinde Ahlden, J. Gronemann GmbH & Co. KG.

Am Termin verhindert und somit nicht abgebildet sind Folgende: KSK Walsrode, Nikotec GmbH, Pantolinos Manufaktur GmbH und DOW Produktions- und Vertriebs GmbH.

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