Coronavirus: Heidekreis gibt Handlungsempfehlungen

Ständig aktualisierte Informationen auf der Internetseite des Heidekreises

Coronavirus: Heidekreis gibt Handlungsempfehlungen

Die USA machen die Türen für Europäer zu, in Italien werden die Geschäfte geschlossen, die Verunsicherung der Bevölkerung nimmt auch hierzulande zu. Auch im Gesundheitsamt des Heidekreises gehen wegen der Ausbreitung des Coronavirus vermehrt Anfragen zum eigenen Verhalten im Alltag ein. Deshalb gibt der Landkreis Heidekreis einige Handlungsempfehlungen:

  • Auf der Homepage des Heidekreises unter www.heidekreis.de und dort über den auf der Startseite zu findenden Button „Coronavirus“ sind ständig aktualisierte Informationen abrufbar.

  • Ansteckungsgefahr besteht dann, wenn naher Kontakt zu bereits infizierten Personen bestanden hat. Kontakte zu Personen, die aus gefährdeten Urlaubsgebieten kommen, sind zu meiden.

  • Personen, die aus diesen Urlaubsgebieten nach Deutschland zurückkehren, sollten telefonischen Kontakt zum Gesundheitsamt des Heidekreises aufnehmen, um Weiteres zu besprechen.

  • Reisen in vom Coronavirus bereits betroffene Gebiete sollten vermieden werden.

  • Eine Testung kann sinnvoll sein, wenn man einen Kontakt zu einem gesichert Infizierten hatte oder aus einem Risikogebiet in den letzten 14 Tagen kommt und Erkältungssymptome zeigt.

  • Alle Bürgerinnen und Bürger sollten folgende Regeln einhalten:

- Eine gute Händehygiene und Nies-/Husten-Etikette (Husten und Niesen in die Armbeuge) praktizieren. Sich möglichst wenig ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzu- nehmen.

- Abstand halten von Menschen, die sichtbar an einer Atemwegserkrankung leiden, auch wegen der noch laufenden Grippe- und Erkältungswelle.

- Große Menschenansammlungen und Massenveranstaltungen meiden.

- Generell bei Infektionserkrankungen nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

- Auch wird von den Fachleuten empfohlen, auf das Händeschütteln zur Begrüßung zu verzichten.

Bei einem Verdachtsfall im Kontaktkreis ist es wichtig, sich zunächst über den aktuellen Stand zum Coronavirus zu informieren, zum Beispiel über die Homepage des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de. Bei einem Ansteckungsverdacht bitte nicht die Praxis der Hausärztin oder des Hausarztes aufsuchen. Zuvor ist unbedingt telefonischer Kontakt aufzunehmen, um das weitere Vorgehen mit der Praxis zu besprechen. Außerhalb der Sprechzeiten der Hausärztin oder des Hausarztes kann der kassenärztliche Notdienst unter 116 117 angerufen werden.

Am Standort Walsrode des Heidekreis-Klinikums wurde ein regionales Corona-Testzentrum eingerichtet. Dorthin werden Patienten mit begründetem Verdachtsfall durch die Hausärztin oder den Hausarzt verwiesen, um einen Abstrich (= Gewebeproben aus Mund und Nase) auf eine Covid-19-Erkrankung durchführen zu lassen. Dieser wird zur Untersuchung in ein qualifiziertes Labor gegeben. Bestehen Hinweise auf einen schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankungszustand mit dem Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion, wird über den Notruf 112 die Rettungsleitstelle verständigt.

Bürgerinnen und Bürger können sich während der Dienstzeiten des Gesundheitsamtes des Heidekreises von montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0800 8181600 gern mit Fragen zum Thema Coronavirus an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden. Außerhalb der Sprechzeiten ist der kassenärztliche Notdienst unter 116 117 erreichbar.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass eine Kindertagesstätte oder eine Schule wegen eines dort aufgetretenen Coronafalles geschlossen werden muss, sollte bereits jetzt Vorsorge für die Betreuung beziehungsweise über den Verbleib des Kindes getroffen werden.

Ob Veranstaltungen abgesagt werden, liegt grundsätzlich im Ermessen und in der Entscheidung des Veranstalters. Er hat alle Maßnahmen zu ergreifen, um Risiken von den Bürgerinnen und Bürgern abzuwenden. Darüber hinaus kann der Heidekreis die Durchführung von Veranstaltungen einschränken oder absagen. Veranstaltungen sollten entsprechend der Empfehlung des Bundesgesundheitsministers bei mehr als 1.000 Gästen unterbleiben. Die Teilnehmerzahl ist für das Infektionsrisiko bei großen Zusammenkünften allein nicht aussagekräftig. Entscheidend sind beispielsweise auch die Herkunft und das Verhalten der Besucherinnen und Besucher und die Beschaffenheit des Veranstaltungsorts. In engen, geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen können sich Erreger leichter verbreiten als an Plätzen, an denen es Menschen möglich ist, Abstand voneinander zu halten. Ältere Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen und /oder unterdrücktem Immunsystem sollten bis auf weiteres Menschenansammlungen meiden.

Wie lange diese Empfehlungen gelten, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Sollte sich die Lage verändern, sind jederzeit andere und weitergehende Maßnahmen des Heidekreises möglich.

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