Diesmal Trecker-Flashmob

„Land schafft Verbindung“ hatte zur Aktion aufgerufen

Diesmal Trecker-Flashmob

Dunkel war‘s, aber nicht der Mond, sondern die Rundumbeleuchtung der zahlreichen Traktoren schien helle: Am vergangenen Mittwoch waren ab 16.30 Uhr auch im Heidekreis zahlreiche Landwirte dem bundesweiten Flashmob-Aufruf des Bauernnetzwerkes „Land schafft Verbindung“ (LsV) gefolgt und hatten sich und ihre Fahrzeuge an markanten, gut einsehbaren Stellen positioniert.

Zweck war diesmal allerdings nicht nur Kritik an der deutschen Agrarpolitik: Die Aktion sollte vor allem auch Solidaritätsbekundung für die Berufskollegen in den Niederlanden sein, die am vergangenen Mittwoch gegen dortige Landwirtschaftspolitik auf die Straße gegangen sind. Bekanntermaßen sehen sich die deutschen Bauern durch die geplanten Regelungen wie etwa die Verschärfung der Düngeverordnung und andere Maßnahmen sowie negative Stimmungsmache benachteiligt, diskriminiert und zum Teil in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Daran hat sich trotz Agrargipfels in den vergangenen Wochen nicht viel geändert. Und so unterstreicht auch Andreas Ebel von „Land schafft Verbindung“ im Heidekreis: „Die Zukunft sieht eher noch schlimmer aus.“

Offenbar befürchten das nicht nur deutsche Landwirte für ihre Höfe, denn auch die niederländischen Bauern sehen sich durch die dortige Politik bedrängt. Um auf deren Position aufmerksam zu machen, hatten sich auch hiesige Berufskollegen kurzfristig der Aktion angeschlossen: „Wir wollten mit dem Flashmob die niederländischen Landwirte unterstützen, denn sie haben ähnliche Probleme wie wir“, so Ebel.

Um in dieser Sache Präsenz zu zeigen, hatten sich die Trecker am Mittwoch beispielsweise hinter dem Soltauer Ortsausgang an der alten B 3 Richtung Celle oder auf der Autobahnbrücke Penzhorn postiert. „Die Trecker standen fast ausschließlich auf Privatgrund, und ansonsten haben wir Verkehrsbehinderungen vermieden. Im gesamten Heidekreis haben wir auch auf wenig befahrenen Autobahnbrücken gestanden und dabei Beifallsbekundungen von vielen Autofahrern bekommen“, berichtet der Wietzendorfer, der in dieser Aktion einen erneuten Erfolg für die Anliegen der Landwirt sieht.

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